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Fußball

Bayern München torlos gegen Donezk

Nach dem Galaauftritt in der Bundesliga gegen den HSV folgt in der Champions League Hausmannskost. Bayern München erkämpft bei Schachtjor Donezk ein torloses Remis und verliert einen wichtigen Spieler durch Platzverweis.

Zum Start der K.o.-Phase in der Champions League ist der deutsche Rekordmeister FC Bayern München beim Auswärtsspiel im Achtelfinale bei Schachtjor Donezk nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die rund 34.000 Zuschauer in der EM-Arena von Lemberg, in der die Donezker wegen der Kampfhandlungen in der Ostukraine seit Monaten ihre Europapokal-Heimspiele austragen, sahen eine intensive Partie ohne viele Torchancen. Die Münchener mussten die letzten 25 Minuten in Unterzahl überstehen, nachdem Mittelfeldspieler Xabi Alonso wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Bayern nur anfangs richtig druckvoll

Im Gegensatz zum 8:0-Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen den Hamburger SV veränderte Bayern-Coach Pep Guardiola seine Startelf gleich auf mehreren Positionen: Zwei Wochen nach seiner Roten Karte in der Bundesliga beim Spiel gegen Schalke feierte Jerome Boateng in der Dreier-Abwehr-Kette sein Comeback. Kurzfristig musste Trainer Pep Guardiola auf den angeschlagenen Innenverteidiger Medhi Benatia verzichten, der mit einer Muskelverhärtung im Oberschenkel ausfiel. Der Pole Robert Lewandowski saß zunächst auf der Bank, weil Franck Ribery erstmals im neuen Jahr in der Startelf stand. Statt Innenverteidiger Holger Badstuber lief Alonso im defensiven Mittelfeld auf.

Bei Minusgraden setzte der freistehende Bastian Schweinsteiger schon in der zweiten Minute mit einem Volleyschuss neben das Tor ein erstes Zeichen. Den neunmaligen ukrainischen Titelträger schien das jedoch nur wenig zu beeindrucken. Mit aggressivem Forechecking versuchte Schachtjor die Bayern schon im Mittelfeld zu stellen, um selbst mit schnellen Angriffen zum Erfolg zu kommen. Druckvoller, ideenreicher und variabler wirkten aber die Bayern, die immer öfter den Weg in den Strafraum der Gastgeber fanden und Pech hatten, als Alexander Kucher einen Schuss von Thomas Müller (10. Minute) auf der Linie klärte. Initiator der meisten Angriffe in der ersten Halbzeit war Arjen Robben, der in gewohnter Weise auf dem rechten Flügel seine gefährlichen Dribblings ansetzte und an der Strafraumkante in die Mitte zog - zum Abschluss kam er aber nur selten.

Champions League Achtelfinale Schachtjor Donezk FC Bayern München, Schuss Bastian Schweinsteiger (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Bastian Schweinsteiger gibt bereits in der 2. Spielminute den besten Bayern-Schuss ab

Auf der Gegenseite verlebte Torhüter Manuel Neuer, abgesehen von einem Freistoß, den er erst im Nachfassen hielt, bis zur Pause einen relativ ruhigen Abend, zumal die Abwehr den Gegner mit den technisch versierten brasilianischen Offensivkräften Luiz Adriano und Alex Teixeira weitgehend unter Kontrolle hatte.

Alonso muss runter

Champions League Achtelfinale Schachtjor Donezk FC Bayern München, Schiedsrichter zeigt Rote Karte (Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Alonso (3.v.l.) sieht in seinem 100. Champions-League-Spiel Gelb-Rot

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht besser. Die Bayern bemühten sich weiterhin darum, ihr Offensivspiel anzukurbeln und Chancen zu erzeugen, doch meist war an der Strafraumgrenze Schluss. Die beste, wenn auch nicht sehr gefährliche Abschlussaktion hatte Mario Götze, dessen Schuss aber zur Ecke abgeblockt wurde. Die Zweikämpfe wurden genau wie bereits in der ersten Hälfte hart und konsequent geführt - mit Konsequenzen für die Gäste. In der 65. Minute sah Alonso nach einem taktischen Foul auf Höhe der Mittellinie zum zweiten Mal Gelb und wurde vom spanischen Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Guardiola reagierte und brachte Badstuber für Müller. Später kam mit Lewandowski noch ein echter Strafraumstürmer für Götze. Gefährlich wurde es für das Tor der Hausherren aber nicht mehr. Etwas Pech hatten die Bayern in der 83. Minute: Bei einem Schuss von Robben rutschte Jaroslaw Rakytskiy aus. Der Donezker Innenverteidiger bekam den Ball im Fallen vor das Gesicht und an die Hand. Der Schiedsrichter Mallenco entschied aber nicht auf Strafstoß. Anschließend passierte vor den Toren nichts mehr.

"Es ist immer schöner, wenn man auswärts ein Tor erzielt", sagte Guardiola nach dem Abpfiff und zeigte sich im Interview mit dem TV-Sender "Sky" wortkarg. "Jetzt müssen wir unser Heimspiel gewinnen. Und das werden wir schaffen."

Paris rettet Remis gegen Chelsea

Champions League Achtelfinale Paris St. Germain FC Chelsea, Torjubel Edinson Cavani (Foto: MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images)

Cavani gelingt per Kopfball-Aufsetzer der Ausgleich

Im zweiten Achtelfinale trennten sich Paris St. Germain und der FC Chelsea vor rund 45.000 Zuschauern im Pariser Prinzenpark-Stadion 1:1 (0:1). Für den Führungstreffer der Londoner sorgte Verteidiger Branislav Ivanovic, der in der 36. Minute per Kopfball traf. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang dem Uruguayer Edinson Cavani der Ausgleich (54.). In der Neuauflage des Viertelfinals der Vorsaison - damals setzte sich der FC Chelsea dank der Auswärtstorregel durch - hatte auch PSG-Topstar Zlatan Ibrahimovic einige gute Chancen, ein Treffer blieb ihm aber verwehrt. Die Rückspiele in München und London finden am 11. März statt.

Im Vorfeld des Spiels in Paris sorgten Anhänger FC Chelsea für einen rassistischen Eklat. Wie auf einem Video zu erkennen ist, verhinderten Fans der Londoner auf dem Weg zum Stadion, dass ein dunkelhäutiger Fahrgast zu ihnen in die Pariser Metro steigen konnte. Sie sangen dabei: "Wir sind Rassisten, und so mögen wir das". Die französische Polizei ermittelt.

Lesen Sie hier im DW-Liveticker nach, wie die Partie der Bayern bei Schachtjor Donezk gelaufen ist.

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