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Sport

Bayern München feiert die Meisterschaft

Der FC-Bayern hat sich die Meisterschaft nach seinem Triumph über Bochum so gut wie gesichert. Der Tabellenzweite Schalke verlor zu Hause gegen Werder Bremen - und liegt drei Punkte und etliche Tore hinter den Münchnern.

Bayern-Spieler feiern (Foto: AP)

Sie können schon mal feiern

Die Bayern können schon an diesem Samstag die Sektkorken knallen lassen: Denn sie haben den Meistertitel zu 99 Prozent eingefahren. Nach dem ungefährdeten 3:1-Sieg gegen den abstiegsbedrohten VfL Bochum und der frenetisch bejubelten Schützenhilfe von Werder Bremen gegen Schalke brauchen sie die Meisterschale beim Saisonfinale in Berlin nur noch abzuholen. Zu verdanken haben sie das ihrem Helden des Tages: Thomas Müller, der gegen die Bochumer alle drei Treffer machte. "Ich bin sehr stolz und sehr froh", jubelte Torjäger Arjen Robben: "Heute haben wir den ersten Titel gewonnen und können ein bisschen feiern."

Thomas Müller (Foto: AP)

Held des Tages: Thomas Müller

Die 22. Meisterschaft kann der Spitzenreiter selbst mit einer Niederlage am letzten Bundesliga-Spieltag beim Absteiger Hertha BSC nicht mehr verspielen: Denn die Bayern liegen mit drei Punkten und einem um 17 Tore besseren Tordifferenz vor den Schalkern. "Oh, wie ist das schön", sangen die 69.000 Zuschauer in der Allianz Arena - und auch die Spieler machten einen Haken hinter den ersten von drei möglichen Titeln. Ausgelassen tanzten sie über den Platz.

Titel eins von drei?

"Es ist für mich etwas ganz Besonderes, mit 35 Jahren den ersten Titel zu holen", schwärmte Torhüter Hans-Jörg Butt. "Es war eine unglaubliche Saison, die aber noch weitergeht", sagte der Routinier mit Blick auf das DFB-Pokalfinale gegen Bremen am 15. Mai und das Champions-League-Endspiel gegen Inter Mailand am 22. Mai.

Im 50. Pflichtspiel unter Erfolgstrainer Louis van Gaal war Jung-Nationalspieler Müller der Mann des Tages. Der 20-Jährige erzielte seine Saisontore elf bis 13 (20./22./69. Minute) für die Bayern, die vier Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Finale leichtes Spiel hatten. Für Bochum traf Christian Fuchs mit einem Freistoß. Interimstrainer Dariusz Wosz konnte beim VfL kein Wunder vollbringen. Im Heimspiel gegen Hannover

96 kommt es am 34. Spieltag für die auf einen direkten Abstiegsplatz abgestürzten Bochumer zu einem echten Endspiel.

Van Gaal Thomas Müller (Foto: AP)

Van Gaal gratuliert seinem Schützenkönig

Müller der Mann des Tages

Ex-Nationalspieler Wosz hatte beim VfL zwei Tage nach der Entlassung von Heiko Herrlich Mut bewiesen, baute die Startelf auf vier Positionen um und bot in Stanislav Sestak und Zlatko Dedic zwei Stürmer auf. Umsonst: Wie ein ICE rollte die Bayern-Offensive an, Ivica Olic und Müller hatten die ersten Chancen.

Der Ball lief geschmeidig durch die Münchner Reihen - und Müller kam früh zum Doppelschlag: Beim 1:0 lenkte der Nationalspieler eine Flanke von Philipp Lahm mit der Brust ins Tor. Zwei Minuten später vollendete er eine Volley-Kombination über Lahm und Franck Ribéry per Kopf. Dann nahmen die Bayern ein wenig Gas raus.

Jubel für die Helfer aus Bremen

In der Endphase der ersten Hälfte durften auch die Bochumer an einem Tor schnuppern: Paul Freier prüfte FCB-Keeper Hans-Jörg Butt, Milos Maric schoss einen Freistoß knapp vorbei und Sestak verfehlte das Bayern-Tor knapp nach Vorlage von Dedic.

Nach der Pause zogen die erstmals in ihren neuen, rot-weiß gestreiften Heimtrikots spielenden Bayern das Tempo wieder an. Es gab etliche weitere Torchancen, Müller traf vor seinem dritten Tor auch noch den Pfosten, der eingewechselte Mario Gomez hatte später ebenfalls Pech mit einem Pfostenschuss. All diese Szenen gingen aber fast unter in dem Jubel über die Bremer Tore in Gelsenkirchen. Die Allianz Arena "brannte", wie es Nationalspieler Lahm vorausgesagt hatte.

Autor: Manfred Götzke (dpa, sid)

Redaktion: Walter Lausch