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Sport

Bayern-Konkurrenz braucht doch kein Fernglas

Bayern München ist Herbstmeister, doch so überzeugend war der Klub zuletzt nicht mehr. Bremen und das Überraschungsteam aus Hamburg machen Druck, wie der Rückblick auf die Hinrunde zeigt.

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Nicht immer souverän: Bayern München hier mit Kahn (mitte) und Lucio (re.)

Der FC Bayern München gewinnt im Sommer seine 21. Deutsche Meisterschaft – wenn es nach der Statistik geht. Denn bereits zum 15. Mal steht der Rekordtitelträger nach der Hinrunde auf Platz eins, und in 13 Fällen wurde er am Saisonende dann auch Champion.

Doch die Freude beim teuersten jemals in München vereinten Team hält sich in Grenzen. Nicht nur die Schlagzeilen über Torhüter Oliver Kahn und die Diskussionen über die Zukunft von Trainer Ottmar Hitzfeld, sondern auch die zuletzt wenig berauschenden Auftritte der Mannschaft stören den Frieden.

Werders Erfolgsgarant: der Brasilianer Diego

Werders Erfolgsgarant: der Brasilianer Diego

Anders als von Manager Uli Hoeneß prophezeit, benötigt die Konkurrenz kein Fernglas, um die vermeintliche Übermacht im Blick zu behalten. So liegt Werder Bremen mit seinem brasilianischen Spielmacher Diego nur wegen des schlechteren Torverhältnisses einen Platz hinter den Bayern. Und auch der Hamburger SV als Dritter ist noch in Schlagdistanz. Trainer Huub Stevens wird den HSV aber zum Saisonende verlassen, möglicherweise geht mit ihm dann auch Stürmer-Star Rafael van der Vaart. Weitere wichtige Ereignisse der Hinrunde im Überblick:

Trio der Enttäuschten

Enttäuscht haben in der Hinrunde Meister VfB Stuttgart, Vize FC Schalke 04 und Pokalsieger 1. FC Nürnberg. Die drei Clubs konnten an die Leistungen der Vorsaison nicht anknüpfen. Die Nürnberger belegen sogar einen Abstiegsrang. Neben den Franken müssen auch Energie Cottbus und der MSV Duisburg auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Zwei Trainerentlassungen

Ex-Trainer Ernst Middendorp

Kein Glück in Bielefeld: Ex-Trainer Ernst Middendorp

Zwei Trainer mussten vorzeitig ihre Koffer packen. Für Petrik Sander steht nun der Slowene Bojan Prasnikar bei Energie Cottbus an der Seitenlinie. Und Bielefelds Coach Ernst Middendorp machte Platz für Michael Frontzeck.

Spannender Kampf um Torjägerkanone

An der Spitze der Torjägerliste steht ein Quartett: Die beiden Münchner Miroslav Klose und Luca Toni, der Bremer Diego sowie der Hamburger van der Vaart waren mit jeweils neun Treffern die erfolgreichsten Torschützen.

Superstar Franck Ribery

Bayerns Franck Ribery. Quelle: AP

Begeistert mit Tricks: Bayerns Franck Ribery

Kein Spieler begeisterte die Massen so wie Bayern-Star Franck Ribery. Der Dribbelkünstler wurde jetzt in seiner französischen Heimat sogar zum "Fußballer des Jahres" gewählt.

Zweitbester Hinrunden-Besuch

Weiterhin hoch im Kurs steht die Liga bei den Fans. Obwohl in Karlsruhe, Rostock und Duisburg keine Zuschauermagneten aufgestiegen waren, verpasste die Liga nur knapp die Sechs-Millionen-Marke. Mit 5.974.892 Zuschauern verbuchte die Spielklasse die zweitbeste Bilanz in einer Hinrunde seit ihrer Gründung 1963.