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Fußball

Bayern ist Herbstmeister

Der Rekordmeister schafft nach anfänglichen Problemen einen ungefährdeten Erfolg in Augsburg. Borussia Dortmund erleidet einen erneuten Rückschlag, und Köln überrascht gegen Schalke.

Bayern München feierte den zwölften Saisonsieg gegen das Überraschungsteam aus Augsburg. Der Tabellenführer siegte deutlich mit 4:0 (0:0) und sicherte sich vorzeitig die Herbstmeisterschaft, insgesamt zum 20. Mal in ihrer Vereinsgeschichte. "Ich bin sehr, sehr stolz, weil ich weiß, wie schwer es ist, hier zu gewinnen", sagte ein zufriedener Trainer Pep Guardiola. "Wir waren in der zweiten Halbzeit aggressiver und haben schneller kombiniert. Ich bin immer wieder überrascht von der Mentalität dieser Spieler, die schon alles gewonnen haben." Die Augsburger verkauften sich teuer und versteckten sich nicht, sondern versuchten, das Star-Ensemble des Rekordmeisters mit offensivem Pressing zu Fehlern zu zwingen. Die Bayern kontrollierten dennoch wie üblich die Partie, taten sich aber schwer mit dem Nutzen ihrer herausgespielten Torchancen.

Robben trifft zweimal

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der FCB erspielte sich einige Offensivaktionen, unter anderem parierte Alexander Manninger einen starken Kopfball von Xavi Alonso, doch Augsburg hielt weiter dagegen. In der 58. Minute bog dann aber doch der Tabellenführer auf die Siegerstraße ein. Nach einem Freistoß von Franck Ribery köpfte Medhi Benatia die Münchener Führung.

Wenig später sorgte dann Arjen Robben für die Vorentscheidung. Der Niederländer schlenzte den Ball aus 16 Metern ins linke Toreck zum 2:0 (59.). Augsburg war jetzt geschlagen und das Team von Trainer Pep Guardiola schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Robert Lewandowski traf mit einem Flachschuss zum 3:0 (68.). Beim Branchenprimus war nun nahezu jeder Schuss ein Treffer. Robben freute sich über seinen zweiten Treffer in der 71. Minute.

Köln überrascht gegen Schalke

Ujah (r.) erzielt die überraschende Kölner Führung. (Foto: Getty)

Ujah (r.) erzielt die überraschende Kölner Führung

Der FC Schalke 04 verlor erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der heimischen Arena. Vor 61.000 Zuschauern unterlagen die Königsblauen überraschend mit 1:2 (0:0) gegen den 1. FC Köln. Nach drei Niederlagen in Folge feierte der FC mal wieder einen Erfolg und den ersten Sieg auf Schalke seit 1993. Dabei sah es zu Beginn nicht nach einem Kölner Festtag aus, denn S04 machte zunächst dort weiter, wo sie in der

Champions League gegen Maribor aufgehört hatten

. Konzentriert und geduldig präsentierte sich die Elf von Trainer Roberto di Matteo auch gegen die Gäste aus Köln. Die Königsblauen erspielten sich in der ersten Halbzeit einige Chancen, trafen aber das Tor nicht.

Die Kölner versuchten es erst gar nicht und hielten sich mit Torschüssen vornehm zurück. Anders in der 2. Halbzeit: Anthony Ujah erzielte mit dem ersten Kölner Torschuss überhaupt gleich die überraschende Führung (47.). Schalke leistete sich in der Folge einige Unkonzentriertheiten. Einen berechtigten Elfmeter verwandelte Matthias Lehmann ohne Probleme zum 2:0 (67.) und sorgte für Jubel bei den mitgereisten Kölner Fans. Kurz vor dem Ende machte der eingewechselte Leroy Sane die Partie noch einmal spannend. Sein 1:2-Anschlusstreffer (85.) kam allerdings zu spät. Schalkes Co-Trainer Sven Hübscher wurde in der Nachspielzeit von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden. Der 35-Jährige erlitt eine Platzwunde, die genäht werden musste.

Dortmund am Boden

Borussia Dortmund muss einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Gegen Herha BSC verlor der BVB knapp mit 0:1 (0:1) und rutschte wieder auf den Relegationsplatz ab. Das Tor des Tages erzielte ausgerechnet der ehemalige Dortmunder Julian Schieber. Ungefähr 15.000 BVB-Anhänger hatten den Weg nach Berlin gefunden und unterstützten ihr Team lautstark. Die erste gute Möglichkeit gehörte aber den Gastgebern. Der Freistoß von Ronny flog knapp über das Tor von Mitchell Langerak, der bis zum Jahresende das Vertrauen von Trainer Jürgen Klopp bekommen hatte.

Steht mal wieder mit leeren Händen da: Jürgen Klopp. (Foto: Reuters)

Steht mal wieder mit leeren Händen da: Jürgen Klopp

Dass dem BVB immer noch das nötige Selbstbewusstsein fehlte, zeigte sich in der 40. Minute. Neven Subotics verlor den Ball, dieser landete über Umwege beim Julian Schieber, der zum 1:0 für die Berliner traf. Und Hertha hätte kurz vor der Pause durchaus noch ein Tor erzielen können, doch Langerak parierte glänzend gegen Roy Beerens. Gegen Ende der Partie wurde die Elf von Trainer Jürgen Klopp offensiver, doch Ciro Immobile verpasste den Ausgleich mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung nur um Zentimeter.

Torfestival in Bremen

Die Zuschauer im Bremer Stadion freuten sich über sechs Tore, aber nur einen Punkt für die Gastgeber. In einer munteren Partie trennten sich Werder Bremen und Hannover 96 3:3 (1:1)-Unentschieden. Nach einem vorsichtigen Beginn beider Teams nutzte Lars Stindl unorganisierte Abwehrversuche der Bremer und erzielte die frühe Führung für Hannover (12.). Werder zeigte sich nur kurz beeindruckt. Zlatko Junuzovic traf per Freistoß zum 1:1 (36.). Das Team von Trainer Victor Skripnik hätte zu Beginn der 2. Halbzeit das zweite Tor erzielen können, doch Miiko Albornoz kratzte den Ball von Fin Bartels gerade noch von der Linie.

Melvyn Lorenzen freut sich über sein erstes Bundesliga-Tor. (Foto: Getty)

Lorenzen (l.) freut sich über sein erstes Bundesliga-Tor

Melvyn Lorenzen machte es nach knapp einer Stunde besser. Er traf nach einer schönen Einzelleistung zur Bremer 2:1-Führung (55.). Dann waren die Gäste wieder an der Reihe: Joselu glich aus kurzer Distanz wieder aus (62.) und setzte nur Sekunden später noch einen oben drauf - das 3:2 (64.). Die letzte Aktion gehörte dann aber wieder den Hausherren: Der eingewechselte Davie Selke setzte mit seinem Treffer zum 3:3 den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie (88.).

Langeweile in Freiburg

Keine Tore gab es bei der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV. Dabei hatte es vielversprechend begonnen, denn nach gerade einmal zwei gespielten Minuten zeigte Schiedsrichter Wolfgang Stark bereits auf den Elfmeterpunkt. Felix Klaus war im Strafraum zu Fall gebracht worden. Den fälligen Strafstoß vergab Vladimir Darida (2.). Es entwickelte sich ein typisches Spiel zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen: wenig Chancen, viele Zweikämpfe und keine Tore. Kein schönes Duell für die Zuschauer im Freiburger Rund.

Stuttgart bleibt Tabellenletzter

Viel Kampf in Mainz. (Foto: Getty)

Viel Kampf in Mainz

Der FSV Mainz 05 wartet mittlerweile seit sieben Partien auf einen Sieg. Auch gegen den VfB Stuttgart kam das Team von Trainer Kasper Hjulmand nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus. Stuttgart bleibt trotz Punktgewinn Tabellenletzter, doch auch Mainz befindet sich im Abstiegskampf. Eine gute halbe Stunde passierte gar nichts im Stadion des FSV. Erst eine Standardsituation sorgte für Jubel auf den Rängen. Johannes Geis verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern gekonnt ins linke Eck zur 1:0-Führung für die Hausherren (36.).

Gleichzeitig mit dem Pausenpfiff hatte Junior Diaz den zweiten Mainzer Treffer auf dem Kopf, der Ball flog aber am Tor vorbei. Die 2. Hälfte begann turbulent: Daniel Ginczek tauchte alleine vor dem Mainzer Loris Karius auf, scheiterte aber am gut reagierenden Torhüter. Wie aus dem Nichts erzielte dann Filip Kostic mit einem als Flanke gedachten Schuss den Ausgleich - die Mainzer Abwehrreihe im Kollektivschlaf (72.). Beide Klubs warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Nach einer Ecke schoss Shinji Okazaki auf das Stuttgarter Tor, Christian Gentner konnte gerade noch auf der Linie stehend retten.

Hoffenheim schlägt Frankfurt

Zum Auftakt des 15. Spieltages siegte

1899 Hoffenheim in einer Partie mit hohem Unterhaltungswert mit 3:2 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt

. Für das Team von Trainer Thomas Schaaf war es nach zuvor drei erfolgreichen Spielen in Folge die erste Niederlage. Zum Abschluss des 15. Spieltages empfängt Bayer Leverkusen die Borussia aus Mönchengladbach zum Duell um die Champions-League-Plätze und der Tabellenzweite VfL Wolfsburg den Aufsteiger aus Paderborn.

Wer noch einmal in die Partien des Samstages eintauchen will, kann

hier

nachlesen.

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