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Fußball

Bayern folgt Dortmund ins Finale

Der FC Bayern hat sich zum ersten Mal in der Saison gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzen können und das DFB-Pokalhalbfinale mit 4:2 i.E. gewonnen. Im Finale treffen die Bayern auf Borussia Dortmund.

Bayerns Spieler jubeln nach dem Sieg. Das Spiel endete 2:4 nach Elfmeterschiessen. ( Foto: Patrick Sinkel/dapd)

Grenzenloser Bayern-Jubel

Grenzenloser Jubel bei den Bayern, Enttäuschung pur bei Borussia Mönchengladbach: In einem packenden und bis zum Schluss spannenden Pokalspiel brachte erst das Elfmeterschießen die Entscheidung und Matchwinner war ausgerechnet Manuel Neuer, der zuletzt zweimal in der Liga so heftig gegen Gladbach gepatzt hatte. Die Bayern siegten mit 4:2 i.E. und profitierten dabei von einem Fehlschuss von Dante. Den entscheidenden Elfmeter von Havard Nordtveit konnte Neuer dann parieren. "Es ist schwer, das zu akzeptieren, aber so ist Fußball", sagte Gladbach-Trainer Lucien Favre. "Das nächstes Spiel am Samstag ist wichtig. Punkt, fertig, vorbei." Pokalheld Neuer resümierte: "Natürlich hätten wir das Spiel lieber schon vorher entschieden. Aber für uns stand fest, dass wir ins Finale kommen." Franck Ribéry lobte seinen Mannschaftskollegen für den gehaltenen Elfmeter: "Wir wollten gewinnen und nach Berlin fahren. Ich freue mich sehr für Manuel Neuer, das war sehr wichtig für uns."

Seit mehr als einem Jahr hatten die Gladbacher kein Heimspiel mehr verloren, sogar zweimal in dieser Saison den großen FC Bayern München bezwungen (1:0 in München, 3:1 in Mönchengladbach). Doch die Serie ist gerissen. Die Bayern, die zuletzt innerhalb von acht Tagen 20 Tore erzielt hatten (7:1 gegen Hoffenheim, 7:0 gegen Basel, 6:0 Hertha), taten sich jedoch bis zum Schluss sehr schwer gegen defensiv gut stehende Mönchengladbacher. Der deutsche Rekordmeister zieht zum 18. Mal in das Endspiel um den DFB-Pokal ein.

Bayern mit besseren Torchancen

Der Gladbacher Marco Reus (l) und der Münchener David Alaba versuchen den Ball zu spielen.(Foto: Federico Gambarini dpa/lnw)

Beide Teams schenkten sich nichts

Bayern machte das Spiel, Gladbach wartete ab und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Doch zunächst leisteten sich die Bayern kaum Fehler im Spielaufbau und kamen so in der ersten Viertelstunde zu zwei Großchancen durch Toni Kroos (Pfosten) und Top-Torjäger Mario Gomez, der am Gladbacher Torwart Marc-André ter Stegen scheiterte. Nach 20 Minuten musste dann aber auch zum ersten Mal Bayern-Keeper Manuel Neuer eingreifen und einen Schuss von Marco Reus parieren, der nach einem schnellen Konter plötzlich vor ihm aufgetaucht war. Auch die zweite Chance der Borussia durch Filip Daems konnte Neuer entschärfen. Insgesamt war die erste Halbzeit geprägt von gegenseitigem Abtasten mit deutlichen Vorteilen für die Bayern, die fünf Minuten vor dem Pausenpfiff die bis dahin größte Chance der Partie vergaben, als Arjen Robben aus sechs Metern freistehend über das Tor schoss.

Die zweite Hälfte ging schwungvoll los mit gleich mehreren Gelegenheiten für die Bayern, danach verflachte die Partie. Grund zur Freude hatten die Borussen-Fans in der 62. Minute: Der seit Ende Februar verletzte Leistungsträger Patrick Herrmann wurde erstmals wieder eingewechselt. Er gab sein Comeback nach einem Schlüsselbeinbruch mit einem speziellen Carbon-Panzer, den er unter seinem Trikot trug. Auf Tore warteten die Fans lange Zeit vergeblich – auch wenn in der turbulenten Schlussphase sowohl nach 90 als auch nach 120 Minuten auf beiden Seiten Tore möglich gewesen wären. Die letzte große Chance vergab der eingewechselte Münchener Nils Petersen, der im gegnerischen Strafraum freistehend ausrutschte und beide Teams somit ins Elfmeterschießen mussten.

Dortmund mit Pokal-Glück

Dortmunds Gündogan feiert seinen entscheidenden Treffer im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth

Matchwinner Gündogan (r.)

Der FC Bayern spielt am 12. Mai im Finale in Berlin gegen Borussia Dortmund. Der deutsche Meister zog am Dienstag (20.03.2012) zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte ins Pokalfinale ein. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp gewann bei Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg. Greuther Fürth nach einer weitgehend ausgeglichenen Partie glücklich mit 1:0 nach Verlängerung. Ilkay Gündogan erzielte den Siegtreffer erst in der 120. Minute. Danach wurde die Partie gar nicht mehr angepfiffen.

Für Misstöne sorgte nach dem Spiel ein heftiges Wortgefecht zwischen Nationalspieler Kevin Großkreutz vom BVB auf der einen sowie dem Fürther Trainer Mike Büskens und Stürmer Gerald Asamoah auf der anderen Seite. Büskens und Asamoah hatten früher für den Dortmunder Erzrivalen Schalke 04 gespielt. Was genau gesagt wurde, ist unklar. Großkreutz bestritt, Asamoah wegen seiner dunklen Hautfarbe beleidigt zu haben. Er habe nur mit beiden Fäusten gejubelt. Asamoah wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern: "Zu so einem Typen brauche ich nicht viel zu sagen. Er ist es nicht wert, darüber zu reden."

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