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Fußball

Bayern feiert, Bochum trauert

In der Bundesliga sind die letzten Entscheidungen gefallen: Der FC Bayern ist nun auch offiziell Meister. Bremen sichert sich hinter Schalke Rang drei. Neben Hertha steigt auch Bochum ab, Nürnberg muss in die Relegation.

Bayern-Kapitän Mark van Bommel präsentiert vor seinen Spielerkollegen die Meisterschale (Foto: AP)

Das Objekt der Begierde

Bayern München hat am letzten Spieltag den Gewinn der 22. deutschen Meisterschaft perfekt gemacht und weiter das Titel-Triple im Visier. Die Münchner setzten sich bei Absteiger Hertha BSC Berlin mit 3:1 (1:0) durch. Vor 75.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion erzielten Ivica Olic (29.) und Arjen Robben (74./87.) die Tore für die Bayern. Für Hertha traf Adrian Ramos (59.). Die Bayern hatten den Titel schon vor dem letzten Spiel bei drei Punkten und 17 Toren Vorsprung auf Vizemeister Schalke 04 nahezu sicher. Nach dem Abpfiff präsentierten die Bayern ihren Fans die Meisterschale. "Wir sind hochverdient Meister geworden. Es ist gut, dass wir hier siegreich waren und im Rhythmus geblieben sind. Heute wird ausgiebig gefeiert", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal.

Vizemeister Schalke 04 kam beim FSV Mainz 05 über ein 0:0 nicht hinaus. Nationaltorwart Manuel Neuer parierte in der 74. Minute einen Foulelfmeter von Miroslav Karhan. Den Strafstoß hatte Neuer selbst verursacht.

Werder darf auf Champions League hoffen

Bremens Claudio Pizarro (Foto: AP)

Bremens Claudio Pizarro

Während die Entscheidung im Titelrennen schon vor dem Spieltag zu 99 Prozent feststand, war der Kampf um die Champions-League-Qualifikation bis zum Schluss spannend. Am Ende sicherte sich Werder Bremen mit dem 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV den dritten Tabellenplatz und sorgte dafür, dass der HSV das internationale Geschäft verpasste. "Meine Mannschaft hat sich mit diesem dritten Platz selbst belohnt. Es war ein gutes Derby gegen den HSV, aber es gibt noch nichts zu feiern. Schließlich haben wir noch eine große Woche vor uns", betonte Werder-Coach Thomas Schaaf mit Blick auf das Pokalfinale gegen die Bayern am 15. Mai. Claudio Pizarro erzielte nach 58 Minuten das Führungstor, Ruud van Nistelrooys (82.) Ausgleichstreffer half den Gästen am Ende nicht.

Für Bayer 04 Leverkusen hat es dagegen nicht mehr zum Sprung auf Platz drei gereicht. Nach einem 1:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach muss sich die Werkself mit Platz vier und der Europa-League-Teilnahme begnügen. Für das internationale Geschäft qualifizierten sich auch der VfB Stuttgart nach dem 1:1 (1:1) bei 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund trotz einer 1:3 (0:0)- Niederlage beim SC Freiburg.

Hannover stürzt Bochum in den Abgrund

Hannovers Spieler Sergio Pinto (v.l.) Mike Hanke, Arnold Bruggink und Didier Ya Konan feiern (Foto: AP)

Hannoveraner Jubel: 96 schießt Bochum ab und schafft den Klassenerhalt

Der VfL Bochum ist nach einer schwachen Vorstellung zum sechsten Mal abgestiegen. Die Westfalen verloren das "Endspiel" gegen Hannover 96 ohne große Gegenwehr mit 0:3 (0:3) und begleiten durch die zwölfte Begegnung in Folge ohne Sieg Hertha BSC in die Zweite Liga. Interimscoach Dariusz Wosz meinte: "Das war Angsthasenfußball. So kann man nicht in der Bundesliga bestehen", klagte der ehemalige VfL-Profi, "zu meiner Zeit war das anders, da wollten wir gewinnen." Die 96er feierten dagegen gemeinsam mit 10.000 Fans in Bochum den Klassenerhalt. Torschützen waren Arnold Bruggink (9.), Mike Hanke (23.) und Sergio Pinto (45.). Mirko Slomka, Trainer der Niedersachsen, machte aus seiner großen Erleichterung keinen Hehl: "Die Mannschaft ist nach einer Saison voller Rückschläge zurückgekommen. Ich habe größten Respekt vor ihr", sagte der Fußball-Lehrer.

Der 1. FC Nürnberg muss die Relegationsspiele bestreiten. Der Club kam zu einem 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln und belegt damit den 16. Tabellenplatz. In der vergangenen Saison waren die Franken in den Relegationsspielen gegen den damaligen Erstligisten Energie Cottbus aufgestiegen. Nürnberg hat am 13. Mai zunächst gegen den Dritten der 2. Bundesliga, den FC Augsburg, Heimrecht. Das Rückspiel findet am 16. Mai in Augsburg statt.

Dzeko Torschützenkönig

Wolfsburgs Edin Dzeko in Jubelpose (Foto: AP)

Edin Dzeko sichert sich die Torjägerkanone

Edin Dzeko vom entthronten Meister VfL Wolfsburg hat sich die "Kanone" als bester Torjäger gesichert. Der Bosnier erzielte beim 3:1 (3:0)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt seinen 22. Saisontreffer. Der 24-Jährige übertrumpfte damit Leverkusens Nationalstürmer Stefan Kießling, der in Mönchengladbach ohne Torerfolg blieb und auf 21 Saisontreffer kam.

Bremens Claudio Pizarro erzielte gegen Hamburg nicht nur seinen 16. Saisontreffer, sondern auch das 133. Bundesligator seiner Karriere. Damit egalisierte der Peruaner die Bestmarke des Brasilianers Giovane Elber als bislang alleiniger bester ausländischer Torjäger der Liga.

Autor: Arnulf Boettcher
Redaktion: Stefan Nestler

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