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Fußball

Bayern besiegt den Dortmund-Fluch

Revanche geglückt: Bayern München bezwingt den Dauerrivalen und Titelverteidiger Borussia Dortmund im Viertelfinale des DFB-Pokals und gilt nun als Favorit auf den Titel. Auch Stuttgart ist weiter.

Der FC Bayern München scheint in diesem Jahr unbesiegbar zu sein. Der souveräne Tabellenführer der Bundesliga hat sich auch gegen den ärgsten nationalen Widersacher Borussia Dortmund durchgesetzt und das vorgezogene Traumfinale im DFB-Pokal mit 1:0 (1:0) für sich entschieden. Damit gelang den Münchenern die Revanche für das verlorene Pokalfinale vor einem Jahr. "Es war ein sehr intensives Spiel mit zwei hochklassigen Mannschaften, wir waren das eine Tor besser", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. "Bei einem Spiel auf so einem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Wir waren heute den Touch aggressiver und wollten diesen Sieg unbedingt." Die 71.000 Zuschauer in der ausverkauften Münchener Arena bekamen zwar nicht das Fußballspektakel geboten, das sie erwartet hatten. Doch vor den Augen der versammelten Fußball-Prominenz um UEFA-Präsident Michel Platini und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach lieferten sich Bayern und Dortmund dennoch ein Spiel auf hohem Fußballniveau.

Robben entscheidet die Partie

In der Dortmunder Abwehr musste kurzfristig der erkrankte Nationalspieler Mats Hummels ersetzt werden. Dafür konnte Stürmer Robert Lewandowski wieder auflaufen, um den es immer heißere Gerüchte in Bezug auf einen Wechsel nach München gibt. Beim Tabellenführer fehlte Franck Ribéry rotgesperrt. Für ihn rückte Arjen Robben in die Startelf. In der ersten halben Stunde tasteten sich die zwei besten Mannschaften der Liga im hohen Lauftempo erst einmal ab, dann ging es zur Sache: Bayern München erarbeitete sich Chancen im Minutentakt, ohne jedoch das Tor zu treffen. Im Mittelpunkt stand in dieser Phase vor allem BVB-Keeper Roman Weidenfeller, der so manchen Ball parierte und auch im Zweikampf einiges einstecken musste. In der 43. Minute allerdings war er geschlagen: Robben profitierte von einem Abstimmungsfehler der Dortmunder Hintermannschaft, nahm Maß und zirkelte den Ball unhaltbar für Weidenfeller in den linken Torwinkel. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt hoch verdient.

Auch der zweite Durchgang hatte einiges zu bieten – zumindest für die Anhänger der Bayern: Die Münchener kamen mit großem Selbstbewusstsein aus der Kabine und direkt zur ersten Tormöglichkeit. In den folgenden Minuten hätten sie den Sack zumachen und das Spiel für sich entscheiden müssen. So aber ließen sie zahlreiche Hochkaräter ungenutzt. Die knappe Führung brachte der deutsche Rekordmeister dennoch ins Ziel und die Bayern zogen am Ende auch verdient in das Halbfinale ein.

Stuttgart ohne Glanz weiter

Mit relativ wenig Aufwand und dennoch zielführend ist der VfB Stuttgart im DFB-Pokal in die Runde der besten Vier eingezogen. Im noch nicht einmal halb vollen eigenen Stadion besiegte der Tabellen-Elfte der Fußball-Bundesliga den Zweitligisten VfL Bochum souverän mit 2:0 (1:0). "Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. "Uns hat die Abgezocktheit gefehlt, umso brutaler, umso schöner ist es, dass wir jetzt im Pokal-Halbfinale und im Achtelfinale der Europa League stehen."

Christian Gentner brachte die Schwaben mit einem abgefälschten Schuss in der 18. Minute in Führung. Danach passierte in einem zerfahrenen Spiel nicht mehr viel. Bochum setzte auf eine massive Defensive und kam nur selten vor das gegnerische Tor. Stuttgart genügte gegen den Tabellen-13. der 2. Liga eine durchschnittliche Leistung. Vedad Ibisevic machte mit seinem Treffer zum 2:0 kurz vor dem Schlusspfiff alles klar (81.).

Stuttgart hatte sich jeweils auch schon in der 2. Pokalrunde und im Achtelfinale gegen Zweitligisten (FC St. Pauli und 1. FC Köln) durchgesetzt. Neben Bayern München ist auch der VfB noch in drei Wettbewerben vertreten. Im Achtelfinale der Europa League treffen die Stuttgarter auf Lazio Rom (07./14.03).

Die Auslosung der Halbfinal-Partien findet am kommenden Sonntag (03.03.213) statt. Die Runde der letzten Vier wird am 16. und 17. April ausgetragen.

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