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Aktuell Kultur

Bayerische Filmpreise: Auszeichnung für "Elser"

Die Trophäe ist unscheinbar - ein kleiner Pierrot aus Porzellan. Doch die Bedeutung des Bayerischen Filmpreises ist groß. Am Freitagabend wurden damit erneut hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen geehrt.

Georg Elser heißt der Mann, ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn, der Geschichte hätte schreiben können. Doch sein Attentat auf Adolf Hitler am 8. November 1939 scheiterte. Dass seine Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt der Film "Elser - Er hätte die Welt verändert". Für den Film, der erst am 02. April 2015 in den deutschen Kinos startet, erhalten die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer die mit 200.000 Euro am höchsten dotierten Auszeichnung des Abends: den Preis für die beste Produktion.

Die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer - Foto: Tobias Hase (dpa)

Die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer wurden für "Elser" geehrt.

Insgesamt wurden Preise in fünfzehn Kategorien vergeben. Der Regiepreis ging an Baran bo Odar für seinen Hacker-Film "Who Am I - Kein System ist sicher" mit Tom Schilling und Elyas M'Barek. Als beste Darstellerin wurde Katharina Marie Schubert für ihre Rolle in "Ein Geschenk der Götter" ausgezeichnet. Alexander Fehling bekam den Preis in der männlichen Kategorie für seine Rolle als Ankläger in den Frankfurter Auschwitz-Prozessen in dem Film "Im Labyrinth des Schweigens". Als beste Nachwuchsdarsteller wurden Jasna Fritzi Bauer für ihre Rolle in dem Film "About a Girl" und Louis Hofmann für "Freistatt" geehrt. Der Nachwuchsregiepreis ging an Tomasz Emil Rudzik für seinen Film "Agnieszka", der Drehbuchpreis an Sarah Nemitz, Lutz Hübner und Oliver Ziegenbalg für den Schul-Film "Frau Müller muss weg".

Porzellanfigur Pierrot - Foto: Tobias Hase (dpa)

Trophae ist die Porzellanfigur Pierrot

Bester Kinderfilm wurde "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Regisseurin Neele Leana Vollmar. All diese Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Der undotierte Ehrenpreis war schon vorher bekannt gegeben worden: Der 75-jährige Kameramann Gernot Roll ("Nirgendwo in Afrika") bekam ihn. Der Publikumspreis ging an die Büro-Satire "Stromberg - Der Film" mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle.

so/AR (dpa)