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Bairisch

Bayerische Bräuche: Mei Loaterl – Meine Leiter

Fensterln ist eine urbayerische Sportart: Unbeobachtet besucht man über eine Leiter durchs Fenster die Liebste. Volksmusik klärt über Techniken und Hindernisse auf: Versucht es selbst – eine bairische Kostprobe.

Weil Bauan de Loaterln vasteckan bei Nacht,
hob i mir jetzt soiba a Loaterl z’amg’macht.
Und geh i zum fensterln jetzt zu meiner Lies,
so is mia mei Loaterl doch ollawei gwis,
so is mia mei Loaterl doch ollawei gwis, doch
gwis, doch gwis, gwis, gwis.

Doch z’nacht wia i’s Loaterl woid hoein vom vastek,
do war i kreizfuchtig weil s’Loaterl war weg.
Zum Fenstaln koa Loaterl ja des war aber zwida,
da Hoizstoß is z’kloan.
Mei Liserl wead woana wos soll i iatz doa,
mei Liserl wead woana wos soll i iatz doa,

iatz doa, iatz doa, doa, doa.

A Eifasucht plogt mi, bin mißtrauisch no.
I schleich mi zum Heiserl mei Loaterl loant dro.
Und auf mein gstoin Loaterl – do du konst nimma redn,

do schaut oana roa,
iatz war des mei Voda, wos sogst denn iatz do
iatz war des mei Voda, wos sogst denn iatz do,
iatz do, iatz do, do, do.

Hochdeutsche Übersetzung
Weil Bauern ihre Leiter in der Nacht verstecken,
habe ich mir jetzt selber eine Leiter gemacht.
Und wenn ich jetzt zum Fenster meiner Liese gehe,
so ist mir meine Leiter doch immer sicher,
so ist mir meine Leiter doch immer sicher, doch
sicher, doch sicher, sicher, sicher.

Doch als ich meine Leiter in der Nacht aus dem Versteck holen wollte,
da war ich fuchsteufelwild, denn meine Leiter war weg.
Keine Leiter fürs Fenster, ja so ein Ärger,
der Holzstapel, der ist zu klein.
Meine Liese wird weinen, was soll ich jetzt tun,
meine Liese wird weinen, was soll ich jetzt tun, jetzt
tun, jetzt tun, tun.

Die Eifersucht quält mich, ich bin misstrauisch jetzt.
Ich schleich mich zum Haus, meine Leiter lehnt dran.
Und auf meiner gestohlenen Leiter – da verschlägt’s dir die
Sprache,
da schaut einer runter,
da war das mein Vater, was sagt man jetzt dazu,
da war das mein Vater, was sagt man jetzt dazu,
jetzt dazu, jetzt dazu, dazu, dazu.

Text: Ferdl Weiß (1928), Musik: Stefan Seidl

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