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Fokus Osteuropa

Bayerisch-russische Wirtschaftsgespräche

Hauptthema des Treffens zwischen Abgeordneten des Bayerischen Landtages und ihren Kollegen aus dem Gebiet Moskau waren Investitionen. Ziel ist die Zusammenarbeit im Bereich der Hochtechnologie.

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In der Region Moskau sind mehr als 130 deutsche Unternehmen tätig.

Bayerische Geschäftsleute gehörten zu den ersten, die Anfang der 90er Jahre in das Gebiet Moskau kamen. Seitdem sind in dieser zentralen russischen Region mehr als 130 deutsche Unternehmen tätig, von denen die größten aus Bayern stammen, beispielsweise das Milchkombinat Ehrmann oder das Knauf-Werk, wo Gipsplatten hergestellt werden. Das nächste ambitionierte Projekt ist der Bau so genannter Technologieparks, die an potentielle Investoren aus Bayern vermietet werden könnten.

Erfahrungsaustausch

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Franz Josef Pschierer, meint, die Grundlage für die Zusammenarbeit könnte für deutsche Unternehmen durch den Erfahrungsaustausch im Bereich der Gesetzgebung verbessert werden. Dem stimmt der stellvertretene Vorsitzende der Duma im Gebiet Moskau, Wiktor Jegerjew, zu: "Ziel des Treffens ist, so viel wie möglich zu erfahren, was in Bayern geschieht. Als ich im Herbst dort war, um einen Vertrag über Zusammenarbeit zu unterzeichnen, sprachen wir darüber, dass uns der Wirtschaftsausschuss besuchen muss. Wir müssen das Beste nehmen, prüfen und im eigenen Land anwenden, um weiter Wirtschaftswachstum zu haben."

Kooperation in Bildung und Forschung

Der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtages ist der Ansicht, dass heute vor allem Voraussetzungen für die Entwicklung von Hochtechnologien geschaffen werden müssen. Franz Josef Pschierer zufolge gewährleistet gerade die Wissenschaft ein stabiles Produktionswachstum. Deswegen sollten bayerische und russische Unternehmer in dieser Richtung zusammenarbeiten. "Hier gibt es gerade in der Großregion Moskau hervorragende Ansätze", sagte er und stellte fest, es gebe eine große Anzahl von Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie hochqualifizierte Mitarbeiter. Gemeinsam könne im Bereich Hochtechnologie viel erreicht werden. Der Austausch sei sowohl für Deutschland als auch für Russland wichtig. Um im Wettbewerb mit Asien zu bestehen, müsste man im Bereich der Hochtechnologie mit an der Spitze sein. Dafür könnte das Potential von vier Wissenschaftsstandorten im Gebiet Moskau genutzt werden.

Oksana Jewdokimowa, Moskau
DW-RADIO/Russisch, 17.6.2005, Fokus-Ost-Südost

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