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Fußball

Bayer will schonungslose Aufklärung

Der Vorfall um Emir Spahic sorgt weiter für Diskussionen rund um die BayArena. Leverkusens Trainer Schmidt ist "schockiert". Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung.

Der Eklat um Emir Spahic nach der Niederlage gegen Bayern München im DFB-Pokal sorgt in Leverkusen weiter für Fassungslosigkeit. "Ich bin so schockiert wie wahrscheinlich jeder", sagte Bayer04-Trainer Roger Schmidt. Eine Gruppe um Spahic hatte sich eine handfeste Auseinandersetzung mit Ordnern des Vereins geliefert. Die Sicherheitskräfte sollen angeblich Spahics Unmut provoziert haben, weil sie seinen Freunden den Zutritt zum Kabinentrakt verwehrten.

Das Ganze hatte sich im Bereich vor der Osttribüne abgespielt. In die Schlägerei waren mehrere Männer und Bayer-Ordner verwickelt. Bei einem der Beteiligten, der unter anderem eine Kopfnuss und einen heftigen Faustschlag austeilt, soll es sich um Spahic handeln. Mittlerweile sind mehrere Videoaufnahmen aufgetaucht, auf der diese Aktionen zu sehen sind. "So kenne ich den Spieler nicht. Er war auf dem Platz immer aggressiv, aber nie unfair, und neben dem Platz sauber. Ich muss mir jetzt ein umfangreiches Bild machen", sagte Schmidt.

"Die Spieler sind mir heilig"

Auf die Frage bei der Pressekonferenz vor dem Spiel in Mainz am Wochenende, ob Spahic für den Bundesligisten überhaupt noch tragbar sei, sagte der Coach, er müsse sich erst ein umfassendes Bild machen. "Die Spieler sind mir heilig, ich muss sie schützen." Trotzdem scheinen vereinsinterne Konsequenzen für den 34-jährigen Spahic unausweichlich, zumal die Kölner Staatsanwaltschaft gegen Spahic wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung ermittelt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn dem SID am Freitag.

Der Verein will alle Bemühungen um eine "schonungslose und vollständige Aufklärung des Sachverhalts" unterstützen. "Wenn Bayer 04 Leverkusen Ergebnisse dieser Ermittlungen vorliegen, wird der Verein auch interne Sanktionen überprüfen", teilte Bayer mit und kündigte an, dass sich Spahic nach der Schlägerei mit den Bayer-Sicherheitskräften "bei den betroffenen Ordnern persönlich entschuldigen" werde.

Am Samstag (ab 15.30 Uhr MESZ im DW-Liveticker) im Spiel beim FSV Mainz 05 muss Schmidt ohnehin auf Spahic verzichten. Der Innenverteidiger, der seit Sommer 2013 in Leverkusen spielt, steht in den kommenden Wochen aufgrund einer Syndesmose-Verletzung nicht zur Verfügung, die er im Pokalspiel gegen die Bayern erlitt.

tk/asz (sid, dpa)

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