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Pressemitteilungen

Bayer-Chef warnt vor britischem EU-Austritt

Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Marijn Dekkers, hat in einem Interview der Deutschen Welle vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gewarnt.

Marijn Dekkers, CEO of German pharmaceuticals and chemicals giant Bayer attends the companys annual shareholder meeting on April 27, 2012 in Cologne, western Germany. Bayer, maker of Aspirin, said Thursday it was increasingly confident for its business this year after a good start to 2012.AFP PHOTO / OLIVER BERG GERMANY OUT (Photo credit should read OLIVER BERG/AFP/GettyImages)

Bayer Vorstandsvorsitzender Marijn Dekkers

Dekkers sagte: „Es wäre sehr ungünstig, wenn Großbritannien sich auf diese Art und Weise isolieren würde. Wir sollten als Faustregel eher in Richtung Integration als in Richtung Isolierung streben. (…) Für die EU ist es wichtig, sich zu integrieren. Damit meine ich nicht so sehr die Mitglieder untereinander, sondern dass wir innerhalb der Weltwirtschaft ein starker Partner werden. (…) Die Art, wie der Euro eingeführt wurde, bereitet zurzeit mehr Kopfschmerzen als Vorteile. Doch da müssen wir durch. Denn am Ende liegt ein sehr großer Vorteil für alle darin, sich zusammenzutun.“

Die Zukunft der Eurozone wird nach Dekkers Ansicht langwierige Diskussionen erfordern:

„Am schwersten wird es sein, einzelne Länder, zum Beispiel Deutschland, zu überreden, weiterhin finanzielle Einbußen für die Sanierung von beispielsweise südeuropäischen Ländern zu akzeptieren. Politisch dafür zu sorgen, dass die Bürger dazu weiterhin bereit sind, ist nicht einfach. Deswegen sollte sehr genau erklärt werden, was die Vorzüge sind, die am Ende dabei herauskommen, wenn man die EU weiterhin zusammenhält.“

Vor dem Hintergrund der Globalisierung hält Dekkers eine Vernetzung und gemeinsame schnelle Reaktionsfähigkeit für immer wichtiger:

„Wenn jemand in Indien hustet, steckt sich heutzutage die ganze Welt an. Diese weltweite Verknüpfung wird immer intensiver. Das heißt, wenn irgendwo etwas schiefgeht, breiten sich die Konsequenzen rapide aus. Also muss man jederzeit bereit sein, sich schnell auf Veränderungen einzustellen und einen neuen Plan zu entwerfen. (…) Europa hat zwar nicht auf alle Fragen eine Antwort, doch wir können wenigstens die Mechanismen zur Kommunikation verbessern, um gemeinsame Lösungen zu finden.“

Bonn, 25. Januar 2013
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