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Fußball

Bayer 04 fordert den FC Bayern

In der Bundesliga liegen beide Teams auf Kurs, nun kommt es im Viertelfinale des DFB-Pokals zum direkten Duell zwischen Werkself und Rekordmeister. Drittligist Bielefeld hofft auf den nächsten Pokalcoup.

Die Sehnsucht nach einem Titel ist bei Bayer 04 Leverkusen so groß wie lange nicht mehr. Zuletzt durften die Spieler der Werkself vor 22 Jahren eine Trophäe in den Himmel recken. 1993 gewannen sie im Berliner Olympiastadion gegen die Hertha-Amateure knapp mit 1:0 und holten zum ersten und bislang auch einzigen Mal den "Pott" nach Leverkusen. Nun soll es erneut bis ins Finale in Berlin gehen - nächste Hürde auf dem Weg dorthin ist aber ausgerechnet Rekordmeister und Pokalverteidiger Bayern München.

"Bayern München ist immer Favorit, aber unsere Mannschaft ist wirklich heiß. Sie möchte mal eine große Überraschung schaffen und zum Endspiel nach Berlin", sagte Leverkusens Vereinsboss Michael Schade nach dem

4:0 in der Bundesliga gegen den Hamburger SV

und vor dem Viertelfinal-Hit im DFB-Pokal am Mittwoch (20.30 Uhr MESZ im DW-Liveticker). "Wenn man mal etwas in der Hand halten möchte, muss man gegen die Bayern gewinnen. Doch das ist natürlich eine Herkulesaufgabe", meinte Bayer-Trainer Roger Schmidt vor dem Duell gegen die 17-maligen Rekordpokalsieger aus München. "Aber es schadet nicht, mit dem Wissen um die eigene Stärke in so ein Spiel zu gehen. Und wir sind in einem guten Zustand." Fünf Liga-Partien mit 13:0-Toren lautet die makellose Bilanz der Werkself in den vergangenen Wochen, die damit den vierten Champions-League-Platz mit acht Zählern Vorsprung auf den Fünften Schalke 04 gefestigt hat.

Simon Rolfes hebt beide Daumen (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Bayer-Kapitän Simon Rolfes war schon 2009 beim Sieg der Werkself im Pokal gegen die Bayern dabei

Und nicht nur der Chefcoach ist optimistisch, aus dem Zweikampf mit dem Fußball-Goliath aus München als Sieger hervorzugehen. "Wenn wir so spielen wie gegen den HSV, wird es auch für die Bayern schwer, gegen uns zu gewinnen", sagte Kapitän Simon Rolfes. Vor sechs Jahren gelang es den Leverkusenern schon einmal, die Münchner im Pokal-Viertelfinale mit 4:2 auszuschalten und danach bis ins Endspiel weiterzumarschieren, das jedoch mit 0:1 gegen Werder Bremen verloren wurde. "Wir sind nicht chancenlos. Es ist immer ein super Erlebnis, die Bayern zu schlagen", weiß Rolfes, der schon im Pokal-Finale 2009 mitwirkte und am Ende dieser Saison seine Karriere beendet.

Guardiola: Schweinsteiger definitiv nicht dabei

Arjen Robben und Franck Ribery gehen Arm in Arm über den Platz (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Arjen Robben (l.) und Franck Ribery (r.) fallen gegen Bayer 04 verletzt aus

"Die Chance, den FC Bayern zu schlagen, ist in einem Heimspiel größer als auswärts oder im Finale", meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, fügte aber nüchtern an: "Die Bayern sind ein anderes Kaliber als Hamburg." Allerdings läuft es bei den Bayern momentan nicht optimal. Ohne die verletzten Arjen Robben, Franck Ribery und David Alaba fehlte es am Samstag beim

1:0-Sieg bei Borussia Dortmund

an Glanz. Das Trio wird auch in Leverkusen komplett fehlen. Bastian Schweinsteiger wird nach den Worten von Trainer Pep Guardiola ebenfalls definitiv nicht dabei sein, er leidet an einer Sprunggelenkverletzung. Verteidiger Holger Badstuber kehrte dagegen nach seinen muskulären Problemen ins Mannschaftstraining zurück. Länger fehlen wird den Bayern Ersatztorwart Tom Starke. Der Keeper erlitt im Training einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk und fällt vier Wochen aus. "Eine Münchner B-Mannschaft würde in der Bundesliga aber immer noch um den Titel spielen", sagte Schade und glaubt, keinen Vorteil durch die prominenten Bayern-Ausfälle zu haben.

Reise in die Vergangenheit

Am Mittwoch tritt der letzte im Wettbewerb verbliebene Drittligist Arminia Bielefeld gegen Borussia Mönchengladbach an (Anstoß 19 Uhr MESZ, ab 18.45 Uhr im DW-Liveticker). Für Bielefelds Trainer Norbert Meier ist der Pokal-Hit eine Reise in die Vergangenheit. "Ich habe dort eine tolle Zeit gehabt und außer Busfahrer alles gemacht", sagte Meier, der in Mönchengladbach seine Karriere als Spieler beendet und jene als Trainer begonnen hatte. Bielefeld ist Spitzenreiter der Dritten Liga und seit 17 Pflicht-Heimspielen unbesiegt. "So ein Spiel bekommen meine Spieler nicht jede Woche vor die Nase gesetzt. Das ist eine wunderbare Geschichte", sagt Meier. Bielefeld hat bereits Werder Bremen und Hertha BSC aus dem Rennen geworfen. Borussia Mönchengladbach will sich gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Club keine Blöße geben. "Wir müssen die Favoritenrolle annehmen, klar im Kopf sein und Gas geben", sagte Torjäger Patrick Herrmann.

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