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DW Nachrichten

Baustopp an der East Side Gallery

Die Berliner Mauer ist fast komplett verschwunden; nun wird auch dem längsten noch verbliebenen Stück zugesetzt - dem Mauer-Abschnitt mit der weltbekannten "East Side Gallery". Doch der Protest von Bürgern zeigt Wirkung.

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Nach Protesten sind die Bauarbeiten an der East Side Gallery in Berlin gestoppt worden. Die Arbeiten, bei denen einige der von Künstlern bemalten Mauerstücke versetzt werden sollten, wurden vorerst eingestellt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Für Sonntag rief das Protestbündnis "East Side Gallery retten" zu einer Großdemonstration auf.

Mit den neuen Öffnungen in dem insgesamt 1,3 Kilometer langen Mauerabschnitt sollen Zugänge zu einer geplanten Brücke sowie zu dem Neubau eines 14-stöckigen Wohnhauses geschaffen werden. Das stößt bei Künstler- und Bürgerinitiativen auf heftigen Widerstand.

Appell an Wowereit

Das Protestbündnis forderte Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf, den geplanten Abbau der Mauerstücke zu stoppen. "Die East Side Gallery ist für viele Menschen aus aller Welt ein ikonisches Stück Berlin, ein künstlerischer Ausdruck für Frieden und Toleranz und einer der letzten Orte, an dem man die schmerzliche Teilung Berlins noch in Gänze erleben kann", heißt es in einem Offenen Brief des Bündnisses an Wowereit.

Bei der East Side Gallery im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain handelt es sich um den längsten erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer, die bis 1989 West- und Ost-Berlin teilte. Das Mauerstück wurde 1990 von Künstlern aus zahlreichen Ländern mit großformatigen Wandbildern bemalt und zieht jedes Jahr hunderttausende Touristen an. Das Gesamtkunstwerk steht unter Denkmalschutz.

wa/re (afp, dpa)