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Wirtschaft

Bauer will "Tagesspiegel" kaufen

Der Hamburger Bauer-Verlag ("Bravo", "TV Movie", "Neue Revue") will den Berliner "Tagesspiegel" übernehmen. In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) gab Bauer dazu ein Angebot ab, wie Verlagssprecher Andreas Fritzenkötter am Samstag (14.6.2003) bestätigte. Zur Höhe machte er keine Angaben. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" haben auch die Südwestdeutsche Medien Holding ("Stuttgarter Zeitung") sowie der Verleger Dirk Ippen ("Münchner Merkur") Interesse am "Tagesspiegel" angemeldet.

Derzeit gehört das Blatt dem Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag ("Handelsblatt", "Die Zeit"), der auch die "Berliner Zeitung" übernehmen will. Nach der Ablehnung durch das Bundeskartellamt hat Holtzbrinck dazu bei Clement eine Sondergenehmigung beantragt. Noch vor einer Entscheidung hat der SPD-Politiker zur Auflage gemacht, dass der "Tagesspiegel" zum Verkauf angeboten werden muss. Holtzbrinck hatte behauptet, dass sich kein Käufer für das defizitäre Blatt finde.

Nach Informationen des "Spiegel" sind trotz "tiefgreifender Sanierungsmaßnahmen" seit der Übernahme durch Holtzbrinck 1992 rund 84 Millionen Euro Verlust bei "Tagesspiegel" entstanden.

Die Bauer-Gruppe publiziert nach eigenen Angaben 120 Zeitschriften in 12 Ländern, davon 31 in Deutschland. Damit erwirtschaftete sie 2001 einen Umsatz von 1,75 Milliarden Euro. Die Gruppe beschäftigt 4563 Mitarbeiter, davon 1725 im Ausland.