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Top-Thema – Podcast

Basteln im Wohnzimmer: der erste Computer

Er war zu faul zum Rechnen – und erfand den ersten Computer. 1936 bastelte Konrad Zuse im Wohnzimmer seiner Eltern eine ganz besondere Maschine. Nun baut sein Sohn den berühmten Rechner Z3 nach.

Kreativ war Konrad Zuse schon immer. Bereits als Kind zeichnete er im Unterricht lieber Bilder von seinen Lehrern, als Zahlen von der Tafel abzuschreiben. Auch im Studium mochte er das Rechnen nicht besonders. "Ich war einfach zu faul zum Rechnen", sagte er später gerne und nannte damit den Grund für seine großartige Erfindung: die Z3, den ersten Computer.

Der junge Ingenieur kündigte seinen Job und baute im Wohnzimmer seiner Eltern eine vollautomatische Rechenmaschine. Groß wie zwei Schränke war der Computer. Er hatte keinen Monitor, keine Maus und keine Tastatur. Die Erfindung der Z3 war eine Revolution. Doch im Krieg wurden die ersten Zuse-Computer zerstört, und die Amerikaner entwickelten ebenfalls ein Computermodell. Zuse musste beweisen, dass er der erste war, der einen Computer gebaut hatte.

Jetzt baut sein Sohn Horst, Informatikprofessor an der Technischen Universität Berlin, den ersten Computer nach. Manchmal, so sagt er, sitzt er davor und denkt: "Genialer konnte man das nicht machen!" Horst Zuse will mit dem Nachbau seinen Studenten zeigen, was ein Computer ist. An der Z3 kann man noch hören, wie die Maschine rechnet und sehen, was alles bewegt werden muss, um zwei Zahlen zu addieren.

Horst Zuse und seinen Geschwistern half Vater Konrad übrigens nicht gerne beim Rechnen. Der Sohn erinnert sich noch genau: "Wenn ich ihm mal eine Matheaufgabe von meinem Lehrer vorgelegt habe, die ich nicht verstanden hatte, dann hat er gesagt: Versteh' ich auch nicht. Schlecht formuliert!""

Glossar

faul sein – keine Lust haben, etwas zu tun

basteln – hier: etwas selber bauen

etwas nachbauen – etwas bauen, das so aussehen soll wie das Original

Rechner, der – der Computer

kreativ – so, dass man sich etwas Neues ausdenkt oder etwas Neues herstellt

Erfindung, die – etwas, das man sich selber ausgedacht hat

Z3 – der Name des ersten Computers, der von Konrad Zuse erfunden wurde

einen Job kündigen – seine Arbeit beenden

vollautomatisch – so, dass etwas von alleine funktioniert

Rechenmaschine, die – eine Maschine, die mathematische Aufgaben löst

Monitor, der – der Bildschirm

Maus, die – das Gerät, mit dem man am Computerbildschirm etwas anklicken kann

Tastatur, die – das Gerät, mit dem man Text und Zahlen in den Computer eingibt

Revolution, die – hier: eine wichtige technische Neuerung

etwas entwickeln – sich etwas ausdenken; etwas erfinden

genial – außergewöhnlich klug; besonders klug

etwas addieren – etwas zusammenrechnen

jemandem etwas vorlegen – jemandem etwas zeigen

etwas formulieren – etwas, das man sagen will, in eine sprachliche Form bringen

Fragen zum Text

1. Konrad Zuse erfand den ersten Computer, weil …

a) er keine Lust zu Rechnen hatte.

b) er nicht mehr von der Tafel abschreiben wollte.

c) er keine Rechenaufgaben verstand.

2. Der Sohn von Konrad Zuse …

a) machte eine bahnbrechende Erfindung.

b) möchte den Computer seines Vaters nachbauen.

c) kündigte seinen Job, um einen Computer zu bauen.

3. Horst Zuse möchte seinen Studenten zeigen …

a) was ein Computer eigentlich ist.

b) wie man einen Computer baut.

c) wie genial sein Vater war.

4. Wer viele gute Ideen hat ist …

a) faul.

b) kreativ.

c) berühmt.

5. Um etwas zu beweisen muss man …

a) zeigen, dass etwas wirklich stimmt.

b) jemandem etwas vorlegen.

c) etwas formulieren.

Arbeitsauftrag

Das Arbeiten mit dem Computer macht vieles leichter. Die erste Begegnung mit einem Computer kann allerdings auch alles andere als leicht sein. Was waren Ihre ersten Erlebnisse mit einem Computer? Hat der Computer ihren Alltag oder Ihre Arbeit vereinfacht? Haben Sie sich vielleicht sogar geärgert, weil etwas nicht funktioniert hat? Schreiben Sie einen kurzen Text.

Autor/in: Marcela Drumm/Lukas Völkel

Redaktion: Raphaela Häuser

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