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Presse

Bassem Youssef: „Der Druck war am Ende nicht mehr zu ertragen"

Die DW hat die Rechte für die Zweitausstrahlung seiner Sendung „AlBernameg“. Aus Angst um seine Sicherheit hat der ägyptische Polit-Satiriker Bassem Youssef seine Show nun beendet.

Bassem Youssef in seiner Satiresendung AlBernamegBassem Youssef

Bassem Youssef in seiner Satiresendung "AlBernameg"

Die DW stehe als „Anwalt der Meinungsfreiheit für objektive, zensurfreie Berichterstattung“, so hatte Bassem Youssef im Februar die Rolle der DW gewürdigt. Die Deutsche Welle hatte sich die Rechte für die Zweitausstrahlung seiner Satiresendung „AlBernameg“ gesichert.

Satiresendung zunächst ausgesetzt

Der arabische Sender MBC, der die Rechte für die Erstausstrahlung hatte, musste die Sendung auch über die Präsidentschaftswahlen Ende Mai hinaus aussetzten – offensichtlich auf politischen Druck hin. Am 2. Juni erklärte Bassem Youssef, seine Show werde eingestellt.

Auf einer Pressekonferenz in Kairo begründete er seinen Rückzug damit, dass der Druck auf ihn und den saudi-arabischen Sender MBC, der seine Show ausstrahlte, zu groß geworden sei. "Ich danke MBC, dass wir hier zu Gast sein durften. Ihnen kann ich keinen Vorwurf machen. Am Ende war es einfach nicht mehr zu ertragen."

Die DW bedauert dies. In jedem Fall wird die Deutsche Welle Bassem Youssef im Sinne der Meinungs- und Pressefreiheit weiter unterstützen. Bassem Youssef wird zum Global Media Forum der Deutschen Welle vom 30. Juni bis 2. Juli nach Bonn kommen.

„DW setzt mit mutigen Entscheidungen ein Zeichen“

Weitere prominente Stimmen haben in den vergangenen Wochen das Eintreten der DW für Presse- und Meinungsfreiheit gewürdigt.

„Ich bin stolz auf unsere Deutsche Welle, dass sie mit einem modernen und anspruchsvollen Programm so etwas wie eine Visitenkarte im Ausland darstellt.“
Bundespräsident Joachim Gauck am 21. Februar 2014

„Die Deutsche Welle steht für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Menschenrechte, Demokratie und soziale Marktwirtschaft. (…) Sie setzt auch mit mutigen Entscheidungen ein Zeichen. (…) Deshalb ist es wichtig, die DW zu stärken.“
Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, am 9. April 2014

„Die DW ist kein ‚Staatsrundfunk‘. (…). Der Programmauftrag ist nicht auf die Verbreitung nur einer bestimmten Meinung gerichtet. Vielmehr wird er der von Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG geforderten Programmfreiheit gerecht.“
Der Siebte Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG) am 4. Dezember 2013

„Wahrhaftigkeit und Aufklärung sind unverzichtbar für eine gelungene Transformation. Darum freut es mich, dass die Deutsche Welle Akademie dabei ist, zusammen mit anderen europäischen Partnern eine Journalistenschule in Myanmar aufzubauen“
Bundespräsident Joachim Gauck am 11. Februar 2014 in Rangun, Myanmar

„Unabhängige Medien und verantwortungsvoller Journalismus sind Grundvoraussetzungen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. (...) Medien sind die Basis von Entwicklung.“
Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im BMZ, Mitglied des Rundfunkrats, am 29. April beim Besuch der DW in Bonn

„Die Zeiten, wo die Deutsche Welle bei der Finanzierung von den Zufälligkeiten der Politik und des Bundeshaushalts abhängt, sollten endgültig der Vergangenheit angehören.“
Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister a.D., am 4. April 2014

„Die DW-Sendung (für syrische Flüchtlingskinder) ist besser als alles, was es momentan im arabischen Kinderfernsehen gibt.“
Maya Götz, Internationales Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen, zu einer Koproduktion von DW Akademie und Orient TV, im März 2014

„Es ist ein nationales Anliegen, unsere Programme in der Welt zu verbreiten. Die ARD möchte dies gern unterstützen und dafür ihren Beitrag leisten."
Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender, am 9. April in München zur Ausweitung der Kooperation mit der DW

„Die Deutsche Welle hat eine wichtige Funktion als medialer Botschafter Deutschlands in der Welt. Wir bauen die bestehende Zusammenarbeit gerne weiter aus.“
Thomas Bellut, ZDF-Intendant, am 9. April in München zur Ausweitung der Kooperation mit der DW

„Trotz des verschärften Wettbewerbs um Aufmerksamkeit ist es der Deutschen Welle in den letzten Jahren gelungen, die Nutzung ihres Angebots um 17 Prozent auf über 100 Millionen Zuschauer pro Woche zu steigern – ein Beleg für ihre hohe Glaubwürdigkeit und zugleich ihre Notwendigkeit. Wir tun sehr gut daran, sie weiter zu stärken.“
Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, bei der CDU-MediaNight am 7. Mai 2014 in Berlin

„Ich bin der Deutschen Welle sehr dankbar, dass sie in dieser Woche ihr Programm erweitert hat und dass sie auch auf Russisch und auf Ukrainisch sendet, dass sie rund um die Uhr informiert. (…) Wer die Begriffe beherrscht, beherrscht auch die Köpfe. Deswegen brauchen wir das Programm der Deutschen Welle. Wir brauchen auch viel mehr eigene Aufklärung."
Roderich Kiesewetter, MdB (CDU), am 7. Mai 2014 in der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestags

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