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Separatismus

Baskische ETA erklärt sich für entwaffnet

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat der französischen Polizei eine Liste mit Waffenverstecken übergeben. Das Ende des bewaffneten Kampfes begehen die Separatisten mit einer Feier in Bayonne.

Ein halbes Jahrhundert nach Beginn ihres blutigen Kampfes für ein unabhängiges Baskenland hat die ETA ihre letzten Waffen ausgehändigt. Den französischen Behörden sei eine Liste mit den verstecken der Waffenarsenale im Süden Frankreichs ausgehändigt worden, teilte internationale Experten mit. Sie sollen die angekündigte Entwaffnung im französischen Bayonne an der Grenze zum spanischen Baskenland überwachen.

Für diesen Samstag wurde im südwestfranzösischen Bayonne eine Feier zum "Tag der Entwaffnung" angekündigt. Bei der Aktion werden auch Sympathisanten der Gruppe erwartet. 

Im Jahr 2011 erklärten maskierte ETA-Kämpfer auf einer Pressekonferenz eine Waffenruhe (picture-alliance/AP Photo)

Im Jahr 2011 erklärten maskierte ETA-Kämpfer auf einer Pressekonferenz eine Waffenruhe

Die ETA hatte Mitte März angekündigt, fast 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Waffen bis zum 8. April vollständig abzugeben. Am Freitag sagte der französisch-baskische Umweltaktivist "Txetx" Etcheverry allerdings, die Entwaffnung der ETA sei bereits "abgeschlossen". Dem Vernehmen nach geht es um 130 Waffen und zwei Tonnen Sprengstoff, die vor allem auf französischem Gebiet gelagert waren.

Aus dem Umfeld der baskischen Nationalisten war im Vorfeld zu hören gewesen, die Übergabe der Waffen werde "außerhalb von Bayonne" im französischen Teil des Baskenlandes unter "gesicherten Bedingungen" stattfinden.

Mehr als 800 Tote

Seit Jahrzehnten beschäftigt die ETA (baskisch: Euskadi Ta Askatasuna, Baskenland und Freiheit) die Sicherheitskräfte und die Justiz in Spanien und Frankreich. In der EU ist sie als Terrororganisation eingestuft. 1959 während der Franco-Diktatur in Spanien gegründet, wird die ETA für den Tod von 829 Menschen verantwortlich gemacht.

Beim letzten ETA-Anschlag wurde 2010 ein französischer Polizist getötet. 2011 erklärte die Organisation dann ihren bewaffneten Kampf für beendet. Inzwischen soll es nur noch rund 30 ETA-Mitglieder geben. Ihr letzter Kampf gilt dem Schicksal der rund 360 Häftlinge, die wegen der ETA-Taten - teils fern der Heimat - inhaftiert sind. Die verbleibenden Aktivisten wollen für sie Hafterleichterungen, Strafnachlässe oder Entlassungen auf Bewährung erreichen.

stu/nin (afp, dpa)

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