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Wirtschaft

BASF will Schweizer Konkurrenten Ciba kaufen

Der Chemiekonzern BASF will für rund 3,8 Milliarden Euro den Schweizer Konkurrenten Ciba übernehmen. Wie das Unternehmen in Ludwigshafen mitteilte, bietet BASF den Ciba-Aktionären 50 Euro pro Aktie.

Fabrikanlage von BASF. (AP Photo / Thomas Niedermueller)

Branchenprimus BASF stärkt mit der Übernahme sein Portfolio

Das seien 32 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Freitag und 60 Prozent mehr als der durchschnittliche Kurs der Ciba-Aktie in den vergangenen 30 Tagen vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots. Der Verwaltungsrat von Ciba begrüßte das Angebot. Den Aktionären werde empfohlen, die Übernahmeofferte anzunehmen, teilte Verwaltungsratschef Armin Meyer am Montag (15.09.2008) mit. "Diese Transaktion basiert auf einem fairen Preis für unsere Aktionäre", sagte er. BASF habe zudem zugesagt, wichtige Standorte in der Schweiz zu erhalten.

Der Vorstandsvorsitzende der BASF, Jürgen Hambrecht. Foto: dpa

Der Vorstandsvorsitzende der BASF, Jürgen Hambrecht, erwartet von der Übernahme rasche Gewinne

Das Übernahmeangebot soll am 1. Oktober starten und bis zu 30 Tage lang laufen. BASF-Konzernchef Jürgen Hambrecht sagte, die Finanzierung der Übernahme sei gesichert. Das Angebot stehe unter dem Vorbehalt, dass BASF mindestens 66,67 Prozent aller Namensaktien angeboten würden.

Ciba gilt als angeschlagen

Ciba befindet sich seit Jahren wegen einer verfehlten Einkaufspolitik und den hohen Rohstoffkosten in der Krise. Im August schockierte das Basler Unternehmen die Börse mit einer Abschreibung von rund 300 Millionen Euro und der Ankündigung, eventuell rund ein Drittel der Firma verkaufen zu wollen. Für BASF wäre Ciba zusammen mit dem US-Katalysatoren-Spezialisten Engelhard, der 2006 ebenfalls für 3,8 Milliarden Euro übernommen wurde, die größte Übernahme in der Firmengeschichte. Mit den Schweizern würde BASF sein Geschäft in der Spezialchemie nochmals erweitern, das als weniger konjunkturanfällig gilt als Geschäfte mit Massenchemikalien. "Mit dem Erwerb von Ciba stärken wir unser Portfolio und bauen unsere Spitzenposition mit Produkten und Leistungen für eine Vielzahl von Abnehmerbranchen weiter aus", sagte Hambrecht.

Weiterer Stellenabbau wird befürchtet

Die geplante Übernahme ist voraussichtlich mit einem weiteren Stellenabbau verbunden. Zum Ausmaß könnten vorerst keine Angaben gemacht werden, teilte ein Ciba-Sprecher mit. Der bereits angekündigte Abbau von 2500 Stellen bis Ende 2009 gehe unabhängig von der Übernahme weiter. Ciba kam nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit 13.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von vier Milliarden Euro. BASF setzte knapp 58 Milliarden Euro um und beschäftigte zuletzt 95.000 Menschen.

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