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Wirtschaft

BASF erleidet Gewinneinbruch

Die stark gesunkenen Preise für Öl und Gas verhageln dem Chemiekonzern BASF das Geschäft. Der Gewinn ist im vergangenen Jahr um mehr als eine Milliarde Euro gesunken.

Angesichts des anhaltenden Gas- und Ölpreisverfalls hat der Chemiekonzern BASF im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch von mehr als einer Milliarde Euro verzeichnet. Nach den am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Weltmarktführers liegt der Gewinn vor Steuern und Zinsen für 2015 bei 6,2 Milliarden Euro; das sind rund 18 Prozent weniger als im Vorjahr, als BASF noch 7,6 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen hatte.

Hauptgrund für die niedrigeren Ergebnisse sei der stark gesunkenen Ölpreis - Anfang 2015 kostete die Nordsee-Ölsorte Brent noch rund 57 Dollar, inzwischen sind es rund 30 Dollar. Der weltgrößte Chemiekonzern besitzt mit Wintershall einen eigenen Öl- und Gasförderer. Zudem setzt der Ölpreiseinbruch dem Ludwigshafener Konzern im Petrochemie-Segment zu. BASF geht davon aus, dass die Preise auch im laufenden Jahr auf einem niedrigen Niveau bleiben. Auch für die Folgejahre wurden die Annahmen gesenkt, der Konzern nahm daher Wertberichtigungen im Segment Oil & Gas in Höhe von rund 600 Millionen Euro vor.

Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Den Rückgang führte BASF vor allem auf die Abtrennung des Gashandels- und Speichergeschäfts zurück, das an den russischen Gasriesen Gazprom geht. Im Gegenzug erhielten die Ludwigshafener mehr Anteile an großen Erdgasfeldern in Sibirien.

BASF hatte Ende Oktober seine Prognose wegen des stark gefallenen Ölpreises und einem schwachen Geschäft in wichtigen Schwellenländern gesenkt. Die verringerte Prognose eines "leichten" Rückgangs von Umsatz und bereinigten Betriebsgewinns sieht der Konzern als erfüllt an.

zdh/ul (afp, rtr)