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Fußball

Basel überraschend im Halbfinale

Rote Karte, Verlängerung, Elfmeter: Basel ist ganz unerwartet eine Runde weiter. Der Sieg über Tottenham ist der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Zudem sind Chelsea, Fenerbahce und Benfica noch dabei.

Basels Spieler freuen sich nach dem entscheidenden Elfmeter (Foto: Julian Finney/Getty Images)

Basels Spieler freuen sich nach dem entscheidenden Elfmeter

Der FC Basel steht zum ersten Mal in einem Halbfinale eines internationalen Wettbewerbes, der Europa League. Der Tabellenführer der Schweizer Fußballliga setzte sich im Rückspiel im eigenen Stadion nach Elfmeterschießen mit 6:3 gegen Tottenham Hotspur durch. Es war ein wahrer Fußball-Krimi mit Roter Karte, Verlängerung und Elfmeterschießen. Durch das 2:2 im Hinspiel in London hatte Basel Selbstvertrauen getankt und war durch die zwei Auswärtstore sogar mit einem leichten Vorteil in die Partie gegangen. Es waren jedoch die Spurs mit dem deutschen Nationalspieler Lewis Holtby, die zunächst in Führung gingen: Clint Dempsey machte in der 23. Minute das Tor. Dann drehten die Schweizer die Partie durch Treffer von Mohamed Saleh (27.) und Aleksander Dragovic (49.).

Es war erneut Clint Dempsey, der die Engländer wieder ins Spiel brachte (82.). In der letzten Minute der regulären Spielzeit schwächte Jan Vertonghen seine Londoner jedoch erheblich, denn er sah die Rote Karte und so musste Tottenham mit einem Mann weniger in die Verlängerung. Trotz Überzahl und großer Überlegenheit schaffte es Basel nicht, ein Tor zu schießen - es blieb beim 2:2 (1:1). Im Elfmeterschießen behielten sie dann aber die Nerven.

Chelsea: Hoffnung auf Trostpreis

Kasans Marcano (l.) im Kopfball-Duell mit Terry. Foto: REUTERS/Grigory Dukor

Kasans Marcano (l.) im Kopfball-Duell mit Terry.

Während der FC Basel also für eine Überraschung gesorgt hat, ist der große Favorit FC Chelsea wie erwartet eine Runde weiter. Der noch amtierende Champions-League-Sieger, der zu Beginn der Saison bereits in der Vorrunde der Königsklasse ausgeschieden war und deshalb eine "Liga" tiefer in der Europa League spielen muss, verlor zwar mit 2:3 (1:0) beim russischen Verein Rubin Kasan, profitierte aber vom 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel. Im Moskauer Luschniki Stadion, wo Kasan seine internationalen Heimspiele bestreitet, erzielten Fernando Torres (5. Minute) und Moses (55.) die Tore für Chelsea. Ivan Marcano (51.), Gökdeniz Karadeniz (62.) und Natscho (75. Foulelfmeter) trafen für Kasan. Der deutsche Profi Marko Marin kam bei den "Blues" nicht zum Einsatz. An das Luschniki-Stadion hatte Chelsea zuvor keine guten Erinnerungen. 2008 fand dort das Champions League-Finale statt, das Chelsea gegen Manchester United im Elfmeterschießen verlor.

Kein italienischer Verein mehr im europäischen Wettbewerb

Das leere Stadion von Lazio Rom. Zuschauer waren nicht zugelassen. Foto: REUTERS/Max Rossi

Leere Ränge in Rom. Lazio wurde von der UEFA zu zwei Geisterspielen verurteilt

Mit Lazio Rom ist der letzte italienische Verein im internationalen Wettbewerb ausgeschieden. Die Römer, die zuvor die beiden deutschen Vertreter Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart bezwungen hatten, schieden gegen Fenerbahce Istanbul aus. Die 0:2-Niederlage im Hinspiel konnte Lazio nicht mehr wettmachen, es reichte trotz eines starken Auftritts nur zu einem 1:1 (0:0). Lazio musste auf die Unterstützung seiner Fans verzichten. Die UEFA hatte den Tabellen-Fünften der Serie A nach rassistischen Beschimpfungen der Anhänger zu zwei sogenannten Geisterspielen verurteilt. Der deutsche Nationalspieler Miroslav Klose, der immer noch leicht angeschlagen ist, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Kurz darauf ging Lazio durch Senad Lulic verdient in Führung (60.). Doch die Hoffnungen wurden in der 73. Minute zunichte gemacht: Caner Erkin traf für die Istanbuler.

Im Abseits: Cissé

Benficas Salvio (l.) im Duell mit Newcastles Gutierrez.Foto: AFP PHOTO/IAN MACNICOL

Benficas Salvio (l.) im Duell mit Newcastles Gutierrez.

In der Runde der letzten Vier ist auch Benfica Lissabon. Die Portugiesen spielten im Rückspiel bei Newcastle United zwar nur 1:1 (0:0), sind aber dank des 3:1-Erfolgs im Hinspiel die Sieger. Im St. James' Park konnte der frühere Freiburger Bundesliga-Profi Papiss Demba Cissé zunächst sein Pech nicht fassen. Zwei Treffer von ihm wurden wegen Abseits nicht anerkannt. Dann traf der Senegalese (71.) doch noch und leitete einen Schlussspurt der Engländer ein. Nur ein Treffer wollte nicht mehr gelingen. Lissabon gelang durch Euardo Salvio (90.+1) sogar noch der späte Ausgleich.

Am Freitag (12.04.2013, 12:00 Uhr MEZ) werden die Ansetzungen für das Halbfinale der Europa- und der Champions League ausgelost. Das Finale der Europa League findet am 15.05.2013 in Amsterdam statt.

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