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DokFilm

Barenboim oder die Kraft der Musik

Der argentinisch-israelische Pianist und Dirigent Daniel Barenboim ist ein politischer Mann. Er sagt, dass jedes Kunstwerk "zwei Gesichter" hat. Eines ist der Ewigkeit zugewandt, das andere blickt in die Gegenwart, in das eigene Leben.

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Ausgangspunkt des Dokumentarfilms ist die Eröffnung des Pierre Boulez Saales in Berlin im Frühjahr 2017. Der nach seinem engen Freund Pierre Boulez benannte und von Meister-Architekt Frank Gehry für 700 Zuhörer entworfene ovale Saal im Herzen von Berlin ist nicht nur eine spektakuläre, neue Spielstätte für klassische und zeitgenössische Kammermusik. Junge Musiker aus dem Nahen Osten - Juden, Christen und Muslime gleichermaßen - sollen hier gemeinsam studieren und musizieren: Ein Ausdruck von Daniel Barenboims tiefer Überzeugung, dass klassische Musik zum friedlichen Zusammenleben der Menschen im Nahen Osten und in allen anderen Krisenregionen der Welt beitragen kann und muss. Die Idee zur Barenboim-Said Akademie in Berlin entstand aus einem früheren Projekt, das Barenboim gemeinsam mit seinem Freund, dem Literaturtheoretiker Edward Said bereits 1999 mit der Gründung des West-Eastern Diwan Orchestra verwirklicht hatte. Das Filmteam begleitet unter anderem auch dieses außergewöhnliche Symphonieorchester, das zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern besteht, auf seiner Konzertreise mit Daniel Barenboim nach Buenos Aires. Dabei wird Barenboims lebenslange Überzeugung, dass es für politische Konflikte wie den Nahostkonflikt nur kulturelle und menschliche, niemals politisch verordnete Lösungen geben kann, für die Zuschauer erlebbar.