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Fußball

Barcelona kehrt auf Europas Thron zurück

Der FC Barcelona wird im Champions-League-Finale seiner Rolle als Favorit gerecht und holt mit dem 3:1 gegen Juventus Turin zum vierten Mal in neun Jahren den Titel. Jubeln darf auch ein Deutscher.

Der

FC Barcelona

hat zum vierten Mal die Champions League gewonnen. Barca siegte im Berliner Olympiastadion mit 3:1 (1:0) gegen

Juventus Turin.

Mit Fußball der Extraklasse kehrten Lionel Messi und Co. nach vier Jahren auf Europas Thron zurück. Es ist für den FC Barcelona zugleich das zweite

Triple

der Vereinsgeschichte.

Die Katalanen mit dem deutschen Torhüter Marc-André Ter Stegen krönten in einem hochklassigen Finale furioso im Berliner Olympiastadion ihre überragende Saison. Ivan Rakitic (4. Minute), Luis Suarez (68.) und Neymar (90. plus 7) erzielten vor 70.500 Zuschauern die Treffer für Barca, das seinen vierten Triumph in der Königsklasse nach 2006, 2009 und 2011 perfekt machte. Für die Italiener traf Alberto Morata zum zwischenzeitlichen Ausgleich (55.).

Ter Stegen am Ziel

Marc-André ter Stegen mit Champions-League-Pokal (Foto: Shaun Botterill/Getty Images)

Grenzenlose Freude: Keeper Marc-André ter Stegen

Der

frühere Mönchengladbacher ter Stegen

lieferte im bisherigen Spiel seines Lebens eine gute Partie ab. Beim zwischenzeitlichen 1:1 durch Morata ließ der 23-Jährige zwar den Ball nach vorne abklatschen, doch der Schuss von Carlos Tevez war für eine andere Rettungsaktion zu scharf. Ter Stegen kürte sich als erster deutscher Schlussmann seit 17 Jahren bei einem ausländischen Klub zum Sieger der Königsklasse. Zuvor war das Bodo Illgner im Trikot von Real Madrid gelungen. "Was mir der Titel bedeutet? Keine Ahnung, ist mir auch scheißegal. Wir haben hervorragenden Fußball gespielt und den Titel einfach verdient. In diesem Jahr sind viele Träume wahr geworden, es ist einfach geil, dass wir diesen Titel gewonnen haben", sagte ter Stegen nach dem Finale überglücklich.

Barca-Stürmer Suarez meinte: "Nach soviel Leid und soviel Anstrengung ist das der Lohn. Die Saison war wirklich hart." Und Rakitic gab zu Protokoll: "Das war das wichtigste Tor meiner Karriere." Juve-Torschütze Morata sagte: " Wir hatten die Möglichkeit zu gewinnen, das haben wir nicht geschafft. Wir sind stolz, dieses Trikot zu tragen und auf all unsere Fans, die hier sind." Und Turins Torhüter Gianluigi Buffon meinte: "Das ist Teil der Enttäuschungen, die es im Sport gibt, das müssen wir so hinnehmen. Wir hatten viele schöne Momente, die wir auch mit unseren Fans genossen haben. Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben, wir haben uns in dieser Saison sehr weiterentwickelt."

Barcelonas Traumstart

Ivan Rakitic (l.) jubelt mit Neymar (r.) über seinen Treffer zum 1:0 für den FC Barcelona (Foto: Shaun Botterill/Getty Images)

Früher Jubel im Berliner Olympiastadion: Ivan Rakitic freut sich mit Neymar (r.) über die Führung

Das mit Spannung erwartete Spiel begann mit einem Traumstart für Barcelona. Nach einer sehenswerten Kombination von Neymar und Andres Iniesta schob der Ex-Schalker Rakitic den Ball zum 1:0 ins Tor. 80 Meter weiter hinten breitete Torwart ter Stegen die Arme aus und schrie seine Freude heraus. Juve versuchte, sich ins Spiel zurück zu kämpfen, Arturo Vidal übertrieb es aber mit seiner Härte. Nach einem Foul an Sergio Busquets sah der Chilene die Gelbe Karte. Nach einem weiteren Einsteigen gegen Neymar stand Vidal bereits in der 15. Minute am Rande des Platzverweises.

Barcelona ließ sich von der Härte der Italiener nicht beeindrucken und erspielte sich Chance um Chance, auch wenn Messi noch nicht ins Rollen kam. Juve-Keeper Buffon hielt sein Team mit starken Paraden aber zunächst im Spiel. Die Turiner konnten sich ab Mitte der ersten Halbzeit vom Barca-Druck befreien, die besseren Chancen hatten aber weiter die Katalanen. Allein Stoßstürmer Suarez scheiterte innerhalb von nur fünf Minuten dreimal aussichtsreich.

Spannung nach Juves Ausgleich

Alvaro Morata (l.) erzielt das zwischenzeitliche 1:1 für Juventus Turin (Foto: LLUIS GENE/AFP/Getty Images)

Hoffnung für Juve: Alvaro Morata (l.) macht das 1:1

Direkt nach dem Wiederanpfiff hätte erneut Suarez nach einem Konter für klare Verhältnisse sorgen können, doch der 80-Millionen-Neuzugang zielte nicht genau genug (48.). Drei Minuten später kam der große Auftritt des MSN-Sturms, der 121 Saisontore erzielt hat: Messi auf Neymar, der zurück auf Messi, Doppelpass mit Suarez - doch Messis Schuss verfehlte knapp das Tor.

Juves-Ausgleich fiel überraschend und veränderte das Spiel. Die Italiener waren wieder giftiger und spritziger, zudem übernahmen die rund 30.000 Tifosi auf der Tribüne lautstark das Kommando. Barcelona erholte sich nur sehr langsam von dem Ausgleich-Schock, kam dann aber wieder gewaltig auf. Buffon ließ einen Flachschuss Messis abprallen, Suarez staubte ab.

In der 78. Minute wurde Xavi unter riesigem Jubel der Barcelona-Fans eingewechselt und übernahm die Kapitänsbinde. Es war das 151. Champions-League-Spiel für den Weltmeister von 2010 - und das allerletzte im Trikot des neuen Triple-Gewinners. Bis zum Schluss kämpfte Juve um den erneuten Ausgleichstreffer, doch den Schlusspunkt setzte Neymar zum 3:1 für Barca - angepfiffen wurde das Spiel nicht mehr. Wer noch einmal in die Begegnung Juventur Turin gegen den FC Barcelona eintauchen will, kann das hier tun:

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