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Welt

Barack Obama wird US-Präsident

Der Demokrat Barack Obama hat nach Prognosen des amerikanischen Senders CNN die US-Präsidentschaftswahl gewonnen.

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Obama wählt in Chicago

Drei Stunden nach Schließung der ersten Wahllokale bei der US-Präsidentenwahl liegen erste Prognosen vor: Der Demokrat Barack Obama hat demnach die die umkämpften Schlüsselstaaten Ohio und Pennsylvania gewonnen. Seit 1960 hat kein Kandidat die Wahl gewonnen, der nicht in Ohio siegte. Pennsylvania gilt als weiterer der entscheidenden Bundesstaaten. Vor vier Jahren gewann dort der Demokrat John Kerry. Diesmal aber hatte der Republikaner John McCain einen besonders intensiven Wahlkampf in Pennsylvania geführt, um diesen Staat auf seine Seite zu bringen. Mit Hochspannung wird nun auf die Ergebnisse aus anderen "Swing States" wie Florida und Virginia mit einer relativ hohen Zahl von Wahlmännerstimmen gewartet.

Obama vorn

Obama gewann nach Angaben der Sender unter anderem erwartungsgemäß in den schon vor der Wahl dem demokratischen Lager zugerechneten Staaten Connecticut, Illinois, Maryland, New Hampshire, New Jersey und New York. McCain eroberte nach diesen Angaben unter anderem die traditionell republikanischen Staaten Georgia, Texas, Utah, Kentucky, Oklahoma, South Carolina, Tennessee und West Virginia.

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Wahlkampf in letzter Minute: Obama wirbt am Telefon für sich selbst

Obama ging laut Umfragen als klarer Favorit in die Wahlen. Allerdings hatte sich McCain (72) bis zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass sich die Stimmung in letzter Minute doch noch ändert und er als Sieger aus dem Rennen hervorgeht.

Neben dem Präsidenten wählten die US-Bürger auch das Repräsentantenhaus sowie ein Drittel der Mitglieder des Senats. Auch bei den Kongresswahlen sah es nach ersten Hochrechnungen für die Demokraten gut aus. Demnach konnten ihre Kandidaten in Virginia, North Carolina und New Hampshire Senatssitze erobern, die bislang von Republikanern gehalten worden waren. Damit war der Partei eine Mehrheit von mindestens 52 der 100 Senatoren sicher. Bislang hatten Demokraten und Republikaner jeweils 49 Senatoren gestellt.

Stau vor den Wahllokalen

Bereits um vier Uhr morgens - Stunden vor Öffnung der Wahllokale - hatten sich in manchen Städten lange Warteschlangen gebildet. In mehreren Fällen kam es zu erheblichen Verzögerungen bei der Abstimmung, weil etwa falsche Wahlzettel oder Wählerlisten vorlagen. Wähler beklagten sich vielerorts auch darüber, dass es bei weitem nicht genügend Wahlautomaten gegeben habe.

USA Wahlen Kind mit I Voted Sticker

Selbst er behauptet gewählt zu haben - sicherlich geschwindelt

Es wird eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern erwartet. An der Präsidentenwahl vor vier Jahren hatten sich lediglich rund 121 Millionen Bürger beteiligt. Schon in den vergangenen Wochen hatten fast 30 Millionen Wähler von der Möglichkeit einer frühzeitigen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.

Schrecksekunde für McCain

Eine missglückte Flugzeuglandung hat die Aufregung des Wahltags für McCain noch gesteigert: In letzter Minute musste sein Pilot am Dienstag (Ortszeit) die Landung in Albuquerque im Bundesstaat New Mexico abbrechen. McCains Kampagnen-Flugzeug "Straight Air Talk" befand sich schon im Landeanflug, als der Pilot die Boeing 737 etwa 90 Meter über dem Boden plötzlich wieder hochzog. Nach einer weiteren Runde setzte die Maschine schließlich sicher auf - gefolgt von Applaus von Journalisten und Besatzung

In den USA wird der Präsident nicht direkt, sondern durch ein Wahlmännergremium gewählt, das sich aus Vertretern der einzelnen Bundesstaaten zusammensetzt. Diese stimmen traditionell entsprechend dem Ergebnis in ihren Staaten. Der Gewinner eines Bundesstaates erhält jeweils alle zu vergebenden Wahlmännerstimmen. Die Wahlmänner stimmen am 15. Dezember ab, der neue Präsident wird schließlich am 20. Januar ins Amt eingeführt.

Zugleich stand auch die Wahl aller 435 Mitglieder des Abgeordnetenhauses und von 35 der 100 Senatoren an. Laut Umfragen wurde erwartet, dass die Demokraten ihre Mehrheit in beiden Kongresskammern deutlich ausbauen können. Außerdem ging es um die Besetzung von elf Gouverneursposten. In zahlreichen Staaten gab es auch Volksentscheide zu verschiedenen Themen. In Kalifornien etwa stimmten die Wähler über die Zulässigkeit von Homosexuellen-Ehen ab. (sams)

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