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Politik

Barack Obama ist US-Präsident

Historischer Machtwechsel in den USA: Obama ist der erste schwarze US-Präsident der Geschichte. Noch nie hat es so ein großes Spektakel um eine Amtseinführung eines amerikanischen Präsidenten gegeben.

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Barack Obama: "Hoffnung über Angst"

Obamas Ankunft zur Inaugurationsfeier (20.01 2009, AP)

Obamas Ankunft zur Inaugurationsfeier

Vor Millionen von Zuschauern hat am Dienstag (20.01.2009) am Kapitol in Washington die Zeremonie zur Amtseinführung von Barack Obama als 44. US-Präsident stattgefunden.

Nachdem Barack Obama die Ehrentribüne betrat, begann die Zeremonie mit dem Gebet "Vater unser". Dann sang Aretha Franklin "My Country 'Tis of Thee".

Der Schwur

Anschließend legte der langjährige Senator Joe Biden auf den Stufen des Kapitols als Vizepräsident seinen Amtseid ab. Danach wurde Obama vom Obersten Richter der USA, John Roberts, vereidigt.

Obama beim Schwur(20.01.2009, AP)

Obama beim Schwur

Die Hand auf die Lincoln-Bibel gelegt, sagte Obama; "Ich gelobe feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will."

Die erste Rede

Danach stimmte der neue Präsident die Amerikaner angesichts der Kriege in Afghanistan und Irak und der Wirtschaftskrise auf schwere Zeiten ein. Dennoch ließ Barack Obama keine Zweifel, dass die Amerikaner unter seiner Führung die Herausforderungen meistern werden. Obamas Amtsantritt begleiten weltweit große Hoffnungen und Zustimmung.

Ein strahlender neuer Präsident (20.01.2009, AP)

Ein strahlender neuer Präsident

"An diesem Tag kommen wir zusammen, denn wir haben die Hoffnung über die Angst gestellt, das gemeinsame Ziel über Uneinigkeit und Zwietracht", sagte ein energischer Obama. Es müsse endlich Schluss sein mit den Missständen und falschen Versprechen, mit gegenseitigen Anschuldigungen, die "unsere Politik viel zu lange stranguliert haben."

Obama: "Amerika streckt die Hand aus."

Obama kündigte gegenüber der muslimischen Welt einen "neuen Weg nach vorne" an, der begründet sei auch "gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt". Zu Regierungen, die sich mit Korruption, Betrug und der Unterdrückung abweichender Meinungen an der Macht hielten, sagte er, sie seien auf "der falschen Seite der Geschichte". Aber Amerika strecke die Hand zu jenen aus, "die bereit sind ihre Faust zu öffnen."

Feierstimmung auf den Strassen (20.01.2009, AP)

Feierstimmung auf den Strassen

Der Zeremonie unter strahlend blauem Himmel, aber bei Minus drei Grad, wohnten neben dem scheidenden Präsidenten George W. Bush und Frau Laura auch alle noch lebenden früheren US-Präsidenten - Jimmy Carter, George Bush senior und Bill Clinton - und ihre Ehefrauen bei.

Obamas Amtsantritt rund 150 Jahre nach dem offiziellen Ende der Sklaverei begleiten große Hoffnungen und Zustimmung: Nach einer Umfrage der Tageszeitung "New York Times" sehen vier von fünf Amerikaner seiner ersten Amtszeit zuversichtlich entgegen. Auch rund um den Globus hoffen Regierungen, dass die USA eine verantwortungsvolle Führungsrolle in der internationalen Politik übernehmen werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wünschte sich von Obama eine bessere Zusammenarbeit in der Weltpolitik.

Schwieriges Erbe

Kurz vor dem Amtseid: Die Bushs laden zum Tee (20.01.2009, AP)

Kurz vor dem Amtseid: Die Bushs laden zum Tee

Es ist ein schwieriges Erbe, das Bush seinem Amtsnachfolger Obama hinterlässt: Die USA sind gezeichnet von der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Zehntausende amerikanische Soldaten kämpfen im Irak und in Afghanistan. US-Medien zufolge will sich Obama schon an diesem Mittwoch mit den Spitzen der Streitkräfte und Militärberatern treffen. Auch stehe der Kampf gegen die schwere Wirtschaftskrise ganz oben auf seiner Liste. Obama hatte sich allerdings in den vergangenen Tagen und Wochen bemüht, allzu hohe Erwartungen zu dämpfen. (vem)

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