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Fußball

Barça dank Messi mit einem Bein im Finale

Es sollte ein Fußballfest werden, doch das Champions-League-Habfinalhinspiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona hielt bei weitem nicht, was es versprach. Mit 2:0 setzten sich die Gäste aus Barcelona durch.

Spielszene (Foto: AP)

Schwaches Spiel -"El Classico" Real gegen Barça

"El Classico", die Neuauflage des ewigen Duells der beiden spanischen Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona, war von rauer Gangart und Nickeligkeiten geprägt. Ein Spiel zum Abgewöhnen. Noch dazu eines ohne viele Torchancen. Ein Schlag ins Gesicht für alle Fußball-Feinschmecker. Schon in der ersten Halbzeit wurde schnell klar, dass keine der beiden Mannschaften große Lust hatte, die Initiative zu ergreifen. Stattdessen stand man defensiv und wartete auf den Fehler des Gegners. Statt sich Tormöglichkeiten zu erarbeiten, übertrafen sich die Akteure darin, beim deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark zu reklamieren und Karten für den Gegner zu fordern.

Schiedsrichter Wolfgang Stark zeigt die gelbe Karte (Foto: AP)

Ständig im Brennpunkt: Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte alle Hände voll zu tun

Nach dem Pausenpfiff wurde es zum ersten Mal richtig ruppig: Die Spieler schubsten und traten sich auf dem Weg in die Kabine, Offizielle und Ordner mischten sich ein, nur mit Mühe konnte eine größere Keilerei verhindert werden.

Pepe und Mourinho müssen gehen

Besonders die Real-Profis schienen nicht zu wissen, wohin mit ihrer Wut: Nach der Pause sah Madrids Verteidiger Pepe nach einem brutalen Tritt die Rote Karte (61.). Ebenso wie Pepe wird Real auch Innenverteidiger Sergio Ramos im Rückspiel fehlen, da er nach einem Bodycheck die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb sah. Schließlich hatte Emanuel Adebayor kurz vor Schluss Glück: Er schlug Busqets ins Gesicht, sah dafür aber nur gelb. Sein Trainer Jose Mourinho saß da schon lange nicht mehr auf der Bank. Wegen Meckerns war er auf die Tribüne geschickt worden. Einen Sieger gab es übrigens auch: Barcelona gewann die Partie mit 2:0 (0:0) durch Tore von Lionel Messi in der 77. und 87. Minute. Es waren die einzigen beiden guten Aktionen der Partie. Bleibt zu hoffen, dass beim Rückspiel in sechs Tagen in Barcelona endlich wieder Fußball gespielt wird.

Manu gegen ManU

Schalkes Torhüter Manuel Neuer (Foto: AP)

Im Brennpunkt: Schalke-Keeper Manuel Neuer

Für den FC Schalke 04 ist der Traum vom Finale in der Königsklasse in weite Ferne gerückt. Das Team von Trainer Ralf Rangnick verlor am Dienstag (26.04.2011) das Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester United hochverdient mit 0:2 (0:0). Die Niederlage vor 54.142 Zuschauern in der ausverkauften Arena hätte deutlich höher ausfallen können, doch verhinderten dies Glück und ein herausragender Schalker Torhüter Manuel Neuer.

In der Anfangsphase waren die Königsblauen noch ein gleichwertiger Gegner, danach trumpfte der Spitzenreiter der Premier League immer mehr auf. Superstar Wayne Rooney und Co. erspielten sich zahlreiche Großchancen, die zunächst aber leichtfertig vergeben oder von Deutschlands Nationaltorwart Neuer mit glänzenden Paraden zunichte gemacht wurden. "Manuel Neuer ist unglaublich. Es ist wahrscheinlich die beste Leistung, die ich jemals von einem Torhüter in einem Spiel mit meiner Mannschaft gesehen habe", adelte Uniteds Trainer Alex Ferguson den 25-Jährigen. Mit Ausnahme eines Flachschusses von Jefferson Farfan (9.), der links am Tor vorbeiging, blieb S04 dagegen in der Defensive der Engländer, die in der laufenden Saison der Königsklasse auswärts noch kein einziges Tor kassiert hat, hängen.

Spielszene Wayne Rooney (Foto: AP)

Überragend: Manchester-Star Wayne Rooney

Nach 60 Minuten wurden die Schalker wieder etwas mutiger, und sie kamen häufiger vor das Tor des niederländischen Nationalkeepers Edwin van der Sar, die ganz große Chancen blieben aber aus. In dieser Phase fiel das 0:1 (67.) durch Ryan Giggs nach Vorlage von Rooney. Nur drei Minuten später erhöhte der überragende Rooney selbst auf 2:0 gegen die hoffnungslos überforderte Schalker Abwehr. An beiden Toren war Neuer machtlos. "Wir hatten vor der Halbzeit Glück und einen hervorragenden Torhüter. Bei den Gegentoren haben wir uns taktisch schlecht verhalten. Diese Fehler darf man auf diesem Niveau nicht machen", kritisierte Trainer Rangnick.

Rangnick hatte gegen den 18-maligen englischen Meister dieselbe Offensivformation aufgeboten, mit der er bereits beim Viertelfinal-Coup bei Titelverteidiger Inter Mailand (5:2) überrascht hatte. In den Mittelfeldspielern Alexander Baumjohann, Jose Manuel Jurado und Jefferson Farfan sowie den Angreifern Raul und Edu bot der Coach gleich fünf Offensivkräfte auf. Doch blieben bis auf Neuer alle Schalker Spieler unter ihren Möglichkeiten. Sie agierten nervös, einfallslos und mit zu großem Respekt vor dem klaren Favoriten aus Manchester.

Im Rückspiel am Mittwoch (04.05.2011) kommender Woche in Old Trafford hilft somit nur noch ein Fußball-Wunder zum Weiterkommen.

Autor: Arnulf Boettcher/Andreas Ziemons
Redaktion: Calle Kops