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Wirtschaft

Bankentitel drücken Dax

Belastet von schwachen Bankentiteln haben die deutschen Aktien am Mittwoch mehrheitlich im Minus gestanden. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor bis zum Mittag rund 91 Punkte oder 1,8 Prozent auf 4992.

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Am Neuen Markt sank der NEMAX 50 um etwa 31 Punkte oder 2,7 Prozent auf 1123.

Die Bankenwerte gehörten zu den großen DAX-Verlierern, nachdem die US-Finanztitel am Vortag mit Verlusten geschlossen hatten. HypoVereinsbank-Titel verloren 2,4 Prozent, Commerzbank 3,7 Prozent. Papiere der Deutschen Bank standen mit 3,4 Prozent im Minus. Bei der Deutschen Bank belasteten Händlern zufolge zusätzlich die Pläne für die neue Führungsstruktur das Papier. Nach Informationen von "manager-magazin.de" prüfe das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen bereits, ob das CEO-Modell nach US-amerikanischem Vorbild, das der künftige Vorstandssprecher Josef Ackermann laut Presseberichten in der Bank etablieren möchte, mit dem deutschen Aktiengesetz und dem Kreditwesengesetz vereinbar ist. "Diese Unsicherheiten belasten den Wert", sagte ein Analyst.

Die Verluste bei der Commerz- und der HypoVereinsbank sind Händlern zufolge auch auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen. Die Phantasie, nachdem die Münchener Rückversicherungs AG ihren Anteil an der Commerzbank erhöht hatte, sei erst einmal aus dem Wert gewichen. Der Einstieg Mitte Dezember hatte Gerüchte genährt, wonach die Münchener Rück einen Zusammenschluss zwischen der Commerzbank und der HypoVereinsbank anstreben wolle. An der HypoVereinsbank hält der Versicherer rund 25 Prozent, an der Commerzbank 10,4 Prozent. Nachdem der Versicherer seinen Anteil an der viertgrößten deutschen Bank Mitte Januar erhöht hatte, hatten die Titel der Commerzbank Gewinne verbucht.

Technologiewerte wurden von Anlegern ebenfalls gemieden. Papiere des Software- Herstellers SAP tendierten ebenso schwächer wie Siemens oder EPCOS. Zu den wenigen Gewinnern zählte die Aktien des Anlagenbauers Linde, die um 1,2 Prozent kletterten.

Tokio

Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch deutliche Verluste erlitten. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss nach der negativen Vorgabe der Wall Street erstmals seit dem 10. Oktober unter der Marke von 10.000 Punkten. Bis zum Handelsende verlor der Nikkei 106,55 Punkte und damit 1,06 Prozent auf 9.919,48 Punkte.

New York

In New York sind die Aktien am Dienstag nach anfänglichen Kursaufschlägen mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Sorgen über etwaige weitere Konkursverfahren und fehlerhafte Rechnungslegung bei US-Unternehmen hätten die positive Stimmung nach erfreulichen Konjunkturdaten überschattet und die Gewinne aus dem frühen Handel dahinschmelzen lassen, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index fiel um 2,51 Prozent auf 9.618,24 Punkte.

Die technologielastige US-Börse NASDAQ hat am Dienstag eine Talfahrt mit deutlichen Verlusten beendet. Die Stimmung am Markt sei sehr nervös, sagten Händler. Der alle Werte umfassende NASDAQ Composite beendete den Handel mit einem Minus von 2,62 Prozent auf 1.892,95 Punkten.

An diesem Mittwoch wird der Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed (FOMC) im Anschluss an seine zweitägige Sitzung eine Entscheidung über eine mögliche Senkung der Leitzinsen bekannt geben. Die meisten Marktteilnehmer rechnen nicht mit einer weiteren US-Leitzinssenkung. Allerdings wird mit Spannung erwartet, was die Experten der Fed über die Wirtschaftslage sagen werden. Die Anleger zeigten sich noch immer besorgt über die Wirtschaft, sagen Händler.

  • Datum 30.01.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1lvv
  • Datum 30.01.2002
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