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Podcast Wirtschaft

Bank-Run und keiner geht hin (28.03.2013)

Öffnen die Banken oder öffnen Sie nicht? Bis heute kreiste diese Frage in den Köpfen der Menschen in Zypern.+++ Im krisengeschwächten Griechenland macht ein Mann glänzende Geschäfte mit Betten

Zahraeder am Stand des Waelzlagerherstellers NKE aus Oesterreich. (Foto: AP)

Deutschland Wirtschaft Symbolbild Konjunktur IFO

Audio anhören 14:49

(Wirtschaft 28.03.2013)

Schon gestern Abend bereitete sich die zyprische Nationalbank auf die Öffnung der Banken vor. Von schwer bewachten Containern, beladen mit rund fünf Milliarden Euro in Bargeld war die Rede. Heute zur Mittagszeit war es dann soweit - die Bewohner der Insel kamen endlich wieder in ihre Bank-Filialen. Lange war spekuliert worden, ob die Zyprer vielleicht ihre Banken stürmen würden - mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen bereitete sich die Regierung darauf vor. Doch am Ende konnte die Bevölkerung sowieso nicht an ihr Erspartes - mit maximal 300 Euro pro Person und Konto sind den Bankkunden weiterhin die Hände gebunden und so blieb der Sturm auf die Banken aus. Dennoch, die Medienaufmerksamkeit war groß und so mancher wusste diesen Moment für seine eigenen Belange zu nutzen.

Phänomen Bank-Run?

Die zyprische Regierung zieht alle Register, um einen Run, also einen Ansturm auf die Banken zu vermeiden. Zu groß ist die Angst davor, dass plötzlich alle Bankkunden ihr Geld abheben könnten und den Banken am Ende das Geld ausgeht. Schon im Vorfeld haben Experten von einer möglichen Ansteckungsgefahr für spanische, griechische und sogar deutsche Banken gesprochen. Schon das ganze Finanzsystem der Eurozone wurde totgesagt. Doch welche Möglichkeiten haben die Regierungen eigentlich noch bei solch einem Ansturm auf die Banken?

Geschäfte in Krisenzeiten

Griechenland hat sich zu harten Sparauflagen verpflichtet - die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds beobachten nun wie sich die Wirtschaft entwickelt. Doch die Bürger trifft es hart: die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Preise für Lebensmittel sind gestiegen und die Zukunft bleibt ungewiss. Und während das Land unter der Krise ächzt, geht es zumindest einer Firma blendend. Die verkauft megateure Luxus-Betten und expandiert zunehmend ins Ausland.

Redakteur am Mikrofon: Nicolas Martin

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