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Wirtschaft

Bank of Japan behält Kurs trotz Rezession bei

Japans Zentralbank hält vorerst an ihrem geldpolitischen Kurs fest. Sie sieht trotz des Dämpfers in Folge der Anhebung der Mehrwertsteuer im April eine moderate Erholung der Wirtschaft.

Trotz Japans

Rückfall in die Rezession

lockert die Notenbank ihre Geldpolitik vorerst nicht weiter. "Die japanische Wirtschaft erholt sich weiterhin moderat, auch wenn einige Bereiche noch schwächeln - vor allem die Produktion", erklärte die Zentralbank am Mittwoch. Sie bekräftigte ihre Entscheidung, Staatsanleihen und riskantere Wertpapiere in großem Stil zu kaufen. Ihre Geldbasis - der Bestand an Bargeld und Einlagen bei der Zentralbank - soll so jährlich um 80 Billionen Yen (682 Milliarden Euro) erhöht werden. Das Ziel hatte sie erst Ende Oktober in einem überraschenden Schritt verkündet.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent hatte dazu geführt, dass die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt in den beiden vergangenen Quartalen schrumpfte. Ministerpräsident Shinzo Abe hat deshalb die für Oktober 2015 geplante weitere Anhebung der Steuer um anderthalb Jahre verschoben, ein Konjunkturpaket angekündigt und

Neuwahlen

ausgerufen. Notenbankchef Haruhiko Kuroda sieht dennoch keinen Grund für Konjunkturpessimismus. "Die Unternehmen bleiben angesichts robuster Gewinne bei ihren positiven Investitionsplänen", sagte Kuroda. Auch die Einkommen dürften zulegen.

Viele Experten gehen allerdings davon aus, dass die Zentralbank noch einmal nachlegen wird. "Sowohl bei der Inflation als auch beim Wachstum werden die Ziele der Bank of Japan verfehlt", sagte der Chefvolkswirt des Instituts Dai-ichi Life, Yoshiki Shinke. "Das wird die Markterwartungen anheizen, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik kommt."

zdh/wen (rtr, dpa)

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