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Asien

Bangen und Hoffen

In der US-Regierung gibt es offenbar widersprüchliche Einschätzungen des Kaschmir-Konflikts. Vize-Außeminister Armitage spricht von "nachlassenden Spannungen". Verteidigungsminister Rumsfeld sieht das anders.

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Indische Soldaten an der Grenze zu Pakistan

Für Pentagon-Chef Donald Rumsfeld hat sich die Lage in den letzten Tagen nicht verändert. Im Kaschmir-Konflikt besteht nach seiner Ansicht weiterhin die große Gefahr eines Krieges zwischen den Atommächten Indien und Pakistan. "Es gibt nichts, was die Situation zu irgend einem Grad zum Guten gewandelt hat", sagte Rumsfeld. Er wird in der kommenden Woche die Region besuchen.

Drohne abgeschossen

Donald Rumsfeld in Indien

Donald Rumsfeld

Neue Berichte über Kampfhandlungen scheinen Rumsfeld recht zu geben. So bestätigte die indische Regierung am Samstag (08.06.2002) den Verlust eines unbemannten indischen Aufklärungsflugzeuges über Pakistan. Das Wrack sei nahe der Stadt Raja Jang in der Provinz Punjab niedergegangen, meldete die pakistanische Nachrichtenagentur APP. Bei anhaltenden Kämpfen in der Kaschmir-Region wurden auf beiden Seiten mindestens acht Menschen getötet.

Armitage: Lage hat sich verbessert

Der stellvertretende amerikanische Außenminister Richard Armitage zog unterdessen eine positive Bilanz seiner Reise durch die Krisen-Region. Armitage sagte nach einem Treffen mit dem indischen Ministerpräsidenten Atal Bihari Vajpayee, die Spannungen zwischen den Nachbarstaaten hätten nachgelassen. Beiden Seiten hätten ihm zugesichert, keinen Krieg beginnen zu wollen.

Washington: Weniger Terroristen

Haupthindernis auf dem Weg zu Verhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien ist die angebliche Unterstützung von moslemischen Terroristen in Kaschmir durch Pakistan. Indien verlangt von Pakistan, den Terrorismus an der Grenze zu stoppen. Das US-Außenministerium teilte in Washington jetzt mit, das Vordringen von Moslemextremisten aus Pakistan über die Grenze nach Indien habe "deutlich" nachgelassen. Zudem erklärte ein ranghoher US-Regierungsvertreter, Pakistan habe etwa 2.000 Soldaten näher an seine westliche Grenze zu Afghanistan verlegt - und damit weiter weg von der Ostgrenze zu Indien. (hh)

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