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Aktuell Welt

Ban als Retter der Meere

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine neue Initiative zum Schutz der Ozeane vor Verschmutzung und Überfischung lanciert. Ehrgeiziges Ziel: die Erwärmung und den Anstieg des Meeresspiegels aufhalten.

"Die Initiative Oceans Compact soll die Gesundheit der Ozeane verbessern", sagte Ban auf einer Konferenz im südkoreanischen Yeosu anlässlich des 30. Geburtstages des Beginns der Unterzeichnung der UN-Seerechtskonvention. "Die Ozeane befinden sich in einem kritischen Zustand." Sie würden immer wärmer und weiteten sich aus.

Ban Ki Moon (Foto: Reuters)

Ban Ki Moon unterstützt den Schutz der Meere

"Es drohen unwiderrufliche Veränderungen von Prozessen, die wir kaum kennen, etwa wie große Meeresströmungen das Klima beeinflussen", sagte Ban. Der Anstieg des Meeresspiegels drohe die Karte der Erde neu zu zeichnen, auf Kosten von Hunderten von Millionen der ärmsten Menschen auf der Erde. Die Übersäuerung der Ozeane zerstöre zudem die Grundlage für das Leben im Meer.

Aussichtsloser Kampf?

Die Vereinten Nationen bemühen sich seit Jahren um den Schutz der Weltmeere. Die neue Initiative soll die UN-Arbeit effektiver gestalten und auch das Problem des steigenden Meeresspiegels in Folge des Klimawandels und die Erwärmung der Ozeane angehen. Erstes Ziel ist ein Aktionsplan - ausgearbeitet von einem Gremium aus Politikern, Wissenschaftlern, Vertretern von Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und von UN-Organisationen.

Die Initiative Oceans Compact ruft außerdem alle Staaten dazu auf, bis 2025 Ziele festzusetzen, um das Einleiten von Abwässern in die Ozeane zu reduzieren. Zehn Prozent aller Küsten- und Meeresgebiete sollen demnach bis 2020 zu Schutzgebieten erklärt worden sein.

Südkorea auf Schutzkurs

In Yeosu nimmt Ban an diesem Sonntag auch an der Abschlussfeier der Weltausstellung Expo 2012 teil, die sich ebenfalls dem Lebensraum Meer verschrieben hat. Unter dem Motto "Der lebende Ozean und die Küste" stand die nachhaltige Nutzung der Ozeane und sowie der Meeres- und Küstenschutz im Mittelpunkt der dreimonatigen kleinen Weltausstellung, an der 104 Länder teilnahmen.

nis/wa (afp, dpa)