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Welt

Ban als Generalsekretär wiedergewählt

Der Mann hat gut zu tun in diesen unruhigen Zeiten: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Generalsekretär Ban Ki Moon wiedergewählt. Bis Ende 2016 wird der Südkoreaner nun in der Zentrale in New York amtieren.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (Foto: picture alliance/dpa)

Bleibt UN-Generalsekretär: Ban Ki Moon

Die Entscheidung war keine Überraschung mehr, nachdem der UN-Sicherheitsrat Ban bereits vergangene Woche das Vertrauen ausgesprochen hatte. Nun bekam der 67-jährige Spitzendiplomat auch die Zustimmung der Vollversammlung. Per Akklamation sprachen sich die Vertreter der 192 Mitgliedsstaaten am Dienstag (21.06.2011) für Ban aus. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Kein Gegenkandidat

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan (Foto: ap)

Charismatischer Vorgänger: Kofi Annan

Bans zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2012 und geht bis Ende 2016. Der frühere südkoreanische Außenminister hatte das Amt des UN-Generalsekretärs 2007 von Kofi Annan aus Ghana übernommen. Und Ban hatte es nicht leicht, in die Fußstapfen von Kofi Annan zu treten. Sein charismatischer Vorgänger hatte schließlich die Milleniumsziele der Weltorganisation gesteckt und den Friedensnobelpreis gewonnen. Da konnte Ban nicht mithalten. Er hat zwar nach Einschätzung von Beobachtern keine Feinde, so richtig begeistert ist aber auch niemand von seiner Amtsführung. Auch Diplomaten kritisierten mitunter seine fehlende Ausstrahlung, unter der Hand, wohlgemerkt. Doch Großmächten wie etwa den USA dürfte ein wenig charismatischer Diplomat an dieser Stelle ganz recht sein.

Dabei ist der Südkoreaner in den vergangenen viereinhalb Jahren durchaus in sein Amt hineingewachsen. Er warb erfolgreich um mehr Aufmerksamkeit für den Klimawandel und machte deutlich, dass dessen Folgen die Ärmsten der Welt härter als andere treffen werden. Außerdem setzte sich Ban unermüdlich für die Opfer humanitärer Krisen ein, vor allem in Haiti und Pakistan. In den Mittelpunkt rückt Ban dabei das Los von Frauen und Kindern in den am wenigsten entwickelten Ländern.

UN-Gebäude in New York

Die Zentrale der Vereinten Nationen in New York

Ban selbst wuchs nach seiner Geburt im Juni 1944 in einfachsten Verhältnissen auf. Nach seinem Schulabschluss studierte Ban zunächst in Korea und erwarb später an der Harvard Universität bei Boston seinen Master. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Töchtern. Unter seiner Amtsführung rückten zunehmend auch Frauen in die Spitzenpositionen der UN-Zentrale in New York.

Menschenrechtler halten Ban vor, sich vor allem mit Blick auf den Umgang Chinas mit Dissidenten zu stark zurückgehalten zu haben. Bei den Umstürzen in der arabischen Welt prangerte Ban zuletzt aber Menschenrechtsverletzungen entschieden an.

Autor: Marko Langer (mit dpa, AFP, rtr)
Redaktion: Gerhard M Friese

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