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Aktuell Nahost

Ban: Al-Kaida mischt im Kampf gegen Assad mit

Das Terrornetzwerk Al Kaida nutzt nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen den Aufstand in Syrien für seine Zwecke. UN-Generalsekretär Ban präzisierte in New York seinen Verdacht.

Er glaube, dass die Terroristen für den Doppelanschlag in Syriens Hauptstadt Damaskus vom 10. Mai verantwortlich seien, sagte Ban Ki Moon in New York. Laut syrischem Staatsfernsehen waren dabei 55 Menschen getötet und mehr als 370 verletzt worden. Selbstmordattentäter hatten ihre mit Sprengstoff beladenen Autos vor einem Geheimdienstgebäude zur Explosion gebracht. Der UN-Generalsekretär zeigte sich beunruhigt und meinte weiter: "Das schafft erneut ein sehr ernsthaftes Problem."

Gleichzeitig wies Ban darauf hin, dass nach neuen UN-Schätzungen seit Beginn der Protestwelle im März 2011 in Syrien mindestens 10.000 Menschen getötet worden sind.       

Ban stützt Assad-These

Mit der Einschätzung des UN-Chefs zu Al-Kaida dürfte sich die polititsche Führung unter Staatschef Baschar al-Assad in Damaskus bestärkt fühlen. Das international weitgehend isolierte Syrien behauptete in der Vergangenheit immer wieder, aus dem Ausland finanzierte "Terroristen" steckten hinter dem Aufstand der Opposition. Assad verdächtigt besonders Saudi-Arabien und Katar, seine Gegner mit Waffen zu unterstützen.        

Vor kurzem legte Syriens Regierung den Vereinten Nationen eine Liste mit den Namen von 26 festgenommenen Ausländern vor, die "zum Kampf" eingeschleust worden seien. 20 dieser Personen seien Al-Kaida-Mitglieder und über die Türkei ins Land gelangt, behaupteten die Behörden in Damaskus.

se/sti (rtr, ape)