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Fußball

Balsam für die Seele

"Na also, geht doch!" möchte man Schalke, Bremen und Bayern zurufen. In der Bundesliga momentan eher im Wellental als obenauf, präsentierten sie sich zum Abschluss der Gruppenphase der Champions League souverän.

Tor 1:0: Franck Ribery (FC Bayern München) trifft zum 1:0.

Fünf Siege aus sechs Partien - der FC Bayern hat seine Klasse in der Champions League eindrucksvoll bestätigt. Im letzten Gruppenspiel ließ der Deutsche Meister auch dem FC Basel nach einer schwachen Anfangsphase keine Chance. Zweimal Franck Ribery (35./50.) und Anatoli Timoschtschuk (37.) erzielten die Treffer zum 3:0 (2:0). "Wir haben die Tore geschossen. Ich bin sehr zufrieden. Fünf Siege haben auch nicht viele Clubs gemacht", freute sich Trainer Louis van Gaal.

Zunächst durften sich die Münchener bei ihrem Torwart Thomas Kraft bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Zweimal rettete der Nachwuchsmann in höchster Not und machte damit Werbung in eigener Sache. Sein Vertrag läuft zu Saisonende aus, die Bayern-Verantwortlichen werden Krafts Leistung aufmerksam verfolgt haben.

Ribery trifft wieder

Anatoli Timoschtschuk feiert sein 2:0 gegen den FC Basel (Bild: AP/Matthias Schrader)

Torjäger Timoschtschuk (Mi.) - dabei sollte der Ukrainer als Innenverteidiger eigentlich nur Treffer verhindern

Offenbar brauchte es erst die Aussetzer im Defensivverbund und die Paraden des Schlussmannes, um das Team wachzurütteln. Denn unmittelbar nach einer vereitelten Möglichkeit schloss Franck Ribery einen Konter zum 1:0 ab. Zuvor hatte die Basler Abwehr gepatzt. Nur zwei Minuten später war dann Timoschtschuk aus kurzer Distanz nach Gomez-Vorarbeit erfolgreich und das Spiel somit gelaufen. "Dann war die Herrlichkeit der Basler vorbei", analysierte Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer den Auftritt des Schweizer Meisters. "Vor über 60.000 Zuschauern übernimmt man sich schon mal".

Die zweite Halbzeit begannen die Bayern, wie sie die erste aufgehört hatten: Mit starkem Offensivdrang und einem Treffer. Thomas Müllers Zuspiel verwertete Ribery mit einem Schlenzer ins linke untere Eck zum Endstand. In der Folge vergab der Champions-League-Finalist der Vorsaison noch einige gute Möglichkeiten. Toni Kroos, Mark van Bommel, Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger hätten das Ergebnis noch deutlicher gestalten können.

Nun hofft der FC Bayern, den Schwung aus dem internationalen Wettbewerb auch in die Bundesliga mitnehmen zu können, wo er momentan nur auf Rang sieben liegt.

Eklat in Zilina

Partisans Torwart Vladimir Stojkovic schaut dem Ball hinterher, den Robin van Persie für Arsenal ins Tor geschossen hatte (Bild: AP/Matt Dunham)

Arsenal London schießt sich ins Achtelfinale

Unterdessen haben der FC Arsenal, AS Rom und Schachtjor Donezk als letzte Clubs das Achtelfinale erreicht. Arsenal kam als Zweiter der Gruppe H durch das 3:1 (1:0) gegen Partizan Belgrad weiter. Gruppenerster wurde Schachtjor Donezk dank eines 2:0-(0:0)-Siegs gegen Sporting Braga. In der Bayern-Gruppe schaffte der AS Rom als Gruppenzweiter durch das 1:1 (1:0) beim rumänischen Vertreter CFR Cluj ebenfalls die Qualifikation für die K.o.-Runde.

Überschattet wurde der letzte Vorrundenspieltag von einer 22 Minuten langen Spielunterbrechung in der Partie der Gruppe F zwischen dem slowakischen Meister MSK Zilina und Spartak Moskau. Nachdem Spartak-Fans wiederholt Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen hatten, schickte der niederländische Schiedsrichter Kevin Blom die Spieler beider Mannschaften bereits nach zwei Minuten zurück in die Kabine. Erst nach einigen Anstrengungen der Russen, die eigenen Fans zu beruhigen, konnte es weitergehen.

Im Spitzenspiel kassierte Gruppensieger FC Chelsea nach fünf Siegen durch das 0:1 (0:0) bei Olympique Marseille die erste Niederlage.

Schalke und Bayern hoffen auf leichte Gegner

Bereits vor dem Abschluss der Gruppenphase hatten sich neben den beiden deutschen Clubs Bayern München und Schalke 04 (2:1 am Dienstag bei Benfica Lissanbon) die Spitzenclubs Real Madrid, Manchester United, FC Barcelona, FC Chelsea, AC Mailand und Titelverteidiger Inter Mailand für die K.o.-Runde qualifiziert. Komplettiert wird die Runde der letzten 16 von Tottenham Hotspur, Olympique Lyon, Marseille, dem FC Valencia und dem FC Kopenhagen. Am 17. Dezember wird im schweizerischen Nyon das Achtelfinale ausgelost. Die deutschen Clubs haben jeweils Heimrecht im Rückspiel und können nicht aufeinander treffen.

Real Madrid hatte auch mit einem Rumpfteam in der Staffel G beim 4:0 (1:0) gegen AJ Auxerre keine Mühe. Der angeschlagene Sami Khedira war bei Real nicht dabei. Mesut Özil wurde geschont. Der AC Mailand verlor im zweiten Gruppenspiel 0:2 (0:0) gegen Ajax Amsterdam. Werder Bremen hatte sich bereits am Dienstag trotz eines 3:0-Heimsieges gegen Inter Mailand als Gruppenletzter aus dem Europapokal verabschiedet.

Autor: Tobias Oelmaier
Redaktion: Olivia Fritz

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