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Aktuell Deutschland

Bald neue Bahn-Streiks in Deutschland?

Immer wieder haben Lokführer im letzten Monat den Verkehr in Deutschland lahmgelegt. Dann gab es eine Streikpause - doch die Hoffnung auf Annäherung zwischen Lokführern und Deutscher Bahn scheint verfrüht.

So will die Lokführer-Gewerkschaft GDL einem Medienbericht zufolge bis Montagnachmittag über weitere Streiks entscheiden. Im Gespräch sei ein Ausstand von bis zu 91 Stunden und damit von fast vier Tagen, schreibt die "Bild" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Der Hauptvorstand und die Tarifkommission der GDL hätten dazu bereits Beratungen aufgenommen. Bei der Sitzung der Gewerkschaftsgremien gehe es auch um die Bewertung des jüngsten Tarifangebots der Deutschen Bahn.

Ein neues Angebot?

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber habe GDL-Chef Claus Weselsky am Freitag weitere Details vorgelegt. Die Gewerkschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mitte Oktober hatte ein rund 60-stündiger Streik den Bahnverkehr in ganz Deutschland teilweise lahmgelegt. Danach kündigte die GDL eine Streikpause bis zum 2. November an, um dem Unternehmen Zeit für Verhandlungen zu geben. Die Lokführer-Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Lohn im Jahr bei kürzeren Arbeitszeiten.

Claus Weselsk, GDL-Chef (Foto: Getty)

GDL-Chef Claus Weselsky

Kern des Konflikts ist aber, dass sie dies nicht mehr allein für die 20.000 Lokomitiv-Führer fordert, sondern auch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Die Vertretung dieser Gruppe beansprucht aber die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für sich. Die Bahn lehnt konkurrierende Tarifabschlüsse ab. Und in der Politik werden Rufe lauter, den Einfluß von Kleingewerkschaften zurückzudrängen.

ml/kle (dpa, afp)