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Wirtschaft

Bahn transportiert mehr Güter nach China

Die Deutsche Bahn will den Container-Transport zwischen Europa und China in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Bis 2020 soll er verdreifacht werden im Vergleich zu 2014.

Die Deutsche Bahn will ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen Bahn massiv ausbauen. In diesem Jahr habe die Bahn bereits eine Rekordmenge von über 40.000 Containern zwischen Deutschland und China befördert, bis 2020 solle die Zahl auf rund 100.000 steigen, sagte Vorstandsmitglied Ronald Pofalla der "Welt" (Donnerstagausgabe). Das wäre im Vergleich zu 2014 eine Verdreifachung. 2015 transportierte die Bahn demnach rund 35.000 Container zwischen Deutschland und China.

"China will in den nächsten Jahren über 300 Milliarden Euro in seine Verkehrsinfrastruktur investieren", sagte Pofalla, der unter anderem Generalbevollmächtigter für internationale Beziehungen bei der Bahn ist, der Zeitung. "Als Partner können wir von der Wachstumsstory der Chinesen profitieren."

Schneller als das Schiff, weniger Emission als das Flugzeug

Die Züge sind auf der laut Bahn "längsten Eisenbahnstrecke der Welt" mit 10.000 bis 12.000 Kilometern zwischen zwölf und 16 Tage unterwegs. Darin enthalten seien mehrere Verladungen der Container auf andere Spurweiten. Die Deutsche Bahn arbeitet mit den Eisenbahnen von Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, der Mongolei und China zusammen.

Der Transport auf der Schiene dauert laut Deutscher Bahn nur halb so lange, wie ein Versand von China nach Deutschland per Schiff. Kunden sind demnach Hersteller zeitsensibler Güter wie Aktionswaren der Bekleidungsindustrie oder kapitalintensiver Güter wie Autoteile und Elektronik. Die Bahn liefert so seit 2011 Fahrzeugteile von BMW aus Leipzig und Regensburg an das Automobilwerk Shenyang.

zdh/ul (afp, dpa, rtr)

 

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