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Nahost

Bagdads Bürgermeister erschossen

Der Gouverneur und Bürgermeister von Bagdad, Ali Al-Haidari, ist von Unbekannten ermordet worden. Zuvor war in Bagdad ein neuer Selbstmordanschlag verübt worden. Mindestens vier Menschen starben.

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Al Haidaris Wagen nach dem Überfall

Ali Al-Haidari, Bürgermeister und Gouverneur von Bagdad, wurde während einer Autofahrt durch den nördlichen Stadtteil Hurrija von bewaffneten Männern überfallen und erschossen, wie die Polizei mitteilte. Die Angaben über weitere Opfer unter den Sicherheitsleuten des Gouverneurs schwanken. Von bis zu sechs weiteren Toten ist die Rede.

Zweiter Anschlag

Die Polizei sagte, Al Haidari habe am Dienstagmorgen (4.1.05) sein Haus im westlichen Stadtteil Al Dschama'a verlassen, um in den Norden der irakischen Hauptstadt zu fahren. Dort hätten die Attentäter ihn gestellt und sein Auto mit Kugeln durchlöchert, teilten die Behörden mit. Der Gouverneur von Bagdad und der umliegenden Region sei auf der Stelle tot gewesen.

Auf Al Haidari war schon im vergangenen Jahr ein Attentatsversuch unternommen worden, den er jedoch überlebte. Er war der ranghöchste Beamte in Bagdad, nachdem der frühere Präsident des inzwischen aufgelösten Stadtrats, Abdel Sahraa Othman, im Mai 2004 ermordet worden war.

Selbstmordanschlag

Anschlag im Irak

Die Serie der Anschläge in Bagdad reißt nicht ab

Vor dem Angriff auf Al Haidari war am Rande der so genannten Grünen Zone in Bagdad wieder ein Selbstmordanschlag mit einer Autobombe verübt worden. Dabei riss der Attentäter mindestens zehn Menschen mit sich in den Tod, etwa 50 weitere wurden verletzt. Die schwere Explosion soll bis ins Zentrum zu spüren gewesen sein. Es war der dritte Autobombenanschlag in Bagdad innerhalb von zwei Tagen.

Bei dem jüngsten Selbstmordanschlag am Rande der Grünen Zone in Bagdad waren zuvor mindestens vier Menschen getötet und 40 verletzt worden. Der arabische Fernsehsender El Arabija sprach von einem gezielten Anschlag auf die irakische Polizei. Der Sitz der irakischen Übergangsregierung sowie die amerikanische und die britische Botschaft befinden sich in der Grünen Zone. Im Umfeld dieser Zone ist es wiederholt zu Anschlägen gekommen.

Wahlverschiebung abgelehnt

Wahlen Irak Wahlkampfplakat Bagdad mit Galeriebild

Umstrittener Wahltermin: Wahlplakat in Bagdad

Die Welle der Anschläge richtet sich offensichtlich gegen die für den 30. Januar geplante Wahl einer Nationalversammlung - die erste freie Wahl im Irak seit dem Ende der Monarchie 1958. Angesichts der anhaltenden Gewalt wurden auch am Dienstag wieder Forderungen nach einer Verschiebung dieser Wahl laut. Dies wurde von Vertretern der Interimsregierung sowie der Wahlkommission aber entschieden zurückgewiesen. (ch)

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