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Kultur

Baden in Unterwäsche unerwünscht

Mit dem Verkauf von Badehosen zum Schnäppchenpreis von 2,5 Lira (1,55 Euro) will die Stadtverwaltung von Istanbul das Baden in Unterwäsche unterbinden. Der Absatz lässt jedoch zu wünschen übrig.

Bislang hätten erst 20 dieser Billig-Badehosen einen Abnehmer gefunden, berichtete die Zeitung "Milliyet". Deshalb werde daran gedacht, sie am Wochenende kostenlos abzugeben.

Hintergrund der städtischen Verkaufsaktion: Vor der großen Sommerhitze suchen viele Istanbuler Abkühlung durch ein
erfrischendes Bad im Bosporus oder in einem der neu eröffneten Strandbäder am Marmara-Meer.

Dass dabei Männer einfach in Unterhose oder Frauen in voller Montur ins Wasser steigen, ging selbst dem islamisch-konservativen Oberbürgermeister Kadir Topbas zu weit. Um die von ihm als "unzeitgemäß" kritisierte Gewohnheit abzustellen, beschloss die Stadtverwaltung, denjenigen zu einer Badehose zu verhelfen, die sich möglicherweise keine leisten können.

Badeanzüge oder Bikinis gehören bisher nicht zum städtischen Sortiment. Kaum Wirkung hatten an den
Stränden aufgestellte Schilder gezeigt, die darauf aufmerksam machen, dass das Baden ausschließlich in Bikini, Badehose oder Shorts erlaubt sei.

  • Datum 05.08.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/70FR
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