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Sport

Bach wiedergewählt

Dreieinhalb Jahre vor dem Abschied von IOC-Präsident Jacques Rogge befindet sich Thomas Bach im Rennen um die Nachfolge in der Pole Position.

IOC-Vizepräsident Thomas Bach, beim Olympischen Fackellauf mit der Fackel von Montreal 1976 und der von Vancouver 2010 (Foto: dpa)

Viel eindeutiger hätte das Votum der IOC-Mitglieder kaum ausfallen können. Am Eröffnungstag der Olympischen Spiele von Vancouver wurde Thomas Bach mit 80:14 Stimmen in seinem Amt als IOC-Vizepräsident bestätigt. Gut möglich also, dass Bach bereits bei den nächsten Winterspielen im russischen Sotschi an der IOC-Spitze stehen wird. Denn in dreieinhalb Jahren endet die Amtszeit des jetzigen IOC-Chefs Jacques Rogge, und die Abstimmung von Vancouver hat gezeigt, dass Bach momentan keine Gegner fürchten muss.

Der 56 Jahre alte Wirtschaftsanwalt aus Tauberbischofsheim hatte 1976 in Montreal Olympiagold im Florettfechten gewonnen und damit seinen größten sportlichen Erfolg gefeiert. 2000 in Sydney wurde er bei vier Mitbewerbern erstmals zum IOC-Vize gewählt. Den Statuten gemäß kehrte er 2004 für zwei Jahre in die Exekutive zurück. 2006 in Turin hatte er beim Comeback als Vize noch einen Gegenkandidaten, diesmal bot ihm niemand die Stirn.

Der logische Kandidat

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, lacht am Mittwoch (22.04.2009) am Rande einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main. (Foto: dpa)

Die Erfolgsstory weitergeschrieben: Thomas Bach

"Er ist der Kandidat mit den besten Chancen", urteilte Joseph S. Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. "Er ist im Moment der einzige denkbare Nachfolger", sagte IOC-Athletensprecher Sergej Bubka (Ukraine), Vize im Leichtathletik-Weltverband IAAF.

"Er ist der Kandidat", glaubt Blatters Landsmann Gian Franco Kasper. Der Präsident des Internationalen Ski-Verbandes FIS lässt dann noch wissen: "Zwei bis acht andere überschätzen sich und glauben, sie hätten auch das Zeug zum Präsidenten."

Bach, dem sich kein anderer Kandidat entgegenstellte, sagte noch im Plenum: "Ich bin überwältigt von diesem Ausdruck des Vertrauens und der Freundschaft bei dieser breiten Zustimmung." Er gilt als gewiefter Taktiker und Diplomat, und so verwundert es nicht, dass er zumindest nach außen hin noch nicht an die Rogge-Nachfolge denkt: "Es ist einfach noch zu früh. Mein Anspruch ist es jetzt, Jacques Rogge tatkräftig zu unterstützen, damit die letzten vier Jahre für das IOC ein Erfolg werden. Unsere Philosophie von Sport und Aufgabe im IOC ist praktisch deckungsgleich."

Autor: Tobias Oelmaier (mit sid)
Redaktion: Stefan Nestler