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Ostmitteleuropa

Babyboom in der Slowakei

Bratislava, 1.7.2004, RADIO SLOWAKEI IS, deutsch

Nach 23 Jahren hat ein Babyboom in der Slowakei begonnen. Diejenigen, die die Elternschaft in den 90er Jahren hinausgezögert haben, bekommen jetzt Kinder. Im vorigen Jahr 2003 wurden in der Slowakei mehr Kinder lebend geboren als ein Jahr zuvor. Also, nach 23 Jahren stoppte der Geburtenrückgang – so informiert das Statistikamt der Slowakei. Wodurch diese Tatsache verursacht wurde, ist nicht bekannt, es gibt keine tiefere Analysen.

Am häufigsten werden die sogenannten hinausgezögerten Eheschließungen und Geburten aus den 90er Jahren erwähnt. "Es könnte sich um das Phänomen der biologischen Uhr handeln – die Elternschaft kann nicht bis ins Unendliche hinausgezögert werden," sagt die Soziologin Jarmila Filadelfiova. Laut der Demographin Danusa Jurcova spreche für dieses Argument auch die Zunahme des Durchschnittsalters, in welchem die Menschen heiraten. "Auf der anderen Seite könnte diese Entwicklung den Rückgang zu traditionellen Werten, zu denen auch die Familie gehört, signalisieren," sagt die Demographin Jurcova.

Der Vorsitzende des Statistikamtes Peter Mach ist der Meinung, der Geburtenzuwachs hänge auch mit dem Wirtschaftsniveau des Landes zusammen. Der Staatssekretär im Familienministerium Miroslav Beblavy behauptet, der Staat sollte die Menschen nicht motivieren, Kinder zu haben, sondern ihnen einen Raum schaffen, damit sie ihre natürliche Sehnsucht nach Kindern realisieren können. (fp)

  • Datum 02.07.2004
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