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Sport

B - O - L - T - ! Der schnellste Mann der Welt

Der Jamaikaner wiederholt seinen Olympiasieg über 100 m. Andy Murray aus Schottland gewinnt das Tennis-Finale von Wimbledon gegen Roger Federer. Die deutschen Florettfechter sichern sich Bronze.

Was für eine Show im Londoner Olympiastadion! Olympiasieger Usain Bolt gab den "Bogenschützen", hüpfte mit der Jamaika-Fahne über die Bahn seiner Träume und schlug dann übermütig einen Purzelbaum. Was für eine Nacht, was für eine Zeit! Als der schnellste Mann der Welt im 100-Meter-Finale durchs Ziel schoss und von tausenden Kameras geblitzt wurde, hatte der Orkan im Londoner Olympiastadion seinen Höhepunkt erreicht. Bei 9,63 Sekunden blieben die elektronischen Uhren stehen. Nur fünf Hundertstel fehlten dem 25-Jährigen, dann wäre auch noch sein Weltrekord (9,58 Sekunden) gefallen. Es war aber die zweitbeste je gelaufene Zeit.

"Ich fühlte mich extrem gut - und jetzt bin ich glücklich", sagte der Held des Abends und schickte einen Gruß von London nach München an Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der ihn vor Olympia behandelt hatte: "Der Doktor ist ein ganz, ganz großer Mann. Vielen Dank, Doktor!" So gab es dann doch eine deutsche Beteiligung an einem Finale, das von Jamaika dominiert wurde, denn auch Silber holte sich ein Mann aus der Karibik. Yohan Blake lief in 9,75 Sekunden persönliche Bestzeit vor dem US-Amerikaner Justin Gatlin (9,79).

Murray verzückt London

Andy Murray hat beim Tennisturnier Gold für Großbritannien gewonnen. Der Weltranglistenvierte revanchierte sich gegen den Schweizer Weltranglistenersten Roger Federer für die Niederlage im Wimbledonfinale und gewann 6:2, 6:1, 6:4. Murray holte das erste britische Olympiagold im Tennis seit 1920. Bronze ging an Juan Martin Del Potro aus Argentinien, der sich 7:5, 6:4 gegen Novak Djokovic durchsetzte.

Murray spielte auf dem heiligen Rasen befreit wie selten auf. In seinem ersten Aufschlagspiel wehrte er zwei Breakbälle ab und wurde fortan mit "Andy, Andy"-Rufen nach vorne gepeitscht. Eine solche Stimmung hatte der altehrwürdige All England Club noch nie erlebt. Federer stemmte sich gegen die Niederlage und hatte zu Beginn des zweiten Satzes die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Mit Hilfe des Publikums wehrte Murray jedoch sechs Breakbälle ab und setzte seinen Goldlauf unbeirrt bis ins Ziel fort.

Andy Murray feiert seinen Sieg (Bild: rtr)

Wenn schon kein Wimbledonsieg, dann wenigstens Gold in Wimbledon: Andy Murray

Auch im Mixed gibt´s nix

Schon bei der Gratulation am Netz konnte Sabine Lisicki die Tränen der Enttäuschung nicht zurückhalten. Sekunden zuvor hatten Lisicki und Christopher Kas die olympische Bronzemedaille im Mixed-Wettbewerb knapp verpasst. Das deutsche Tennis-Duo verlor gegen die an Nummer drei gesetzten Lisa Raymond und Mike Bryan aus den USA nach Match Tie Break mit 3:6, 6:4, 4:10. Damit blieb der Deutsche Tennis Bund in London ohne Edelmetall. "Wir sind total enttäuscht. Das war das wichtigste Turnier meiner Karriere. Wir waren so nah dran an der Medaille", sagte Lisicki mit feuchten Augen.

Florettfechter holen Bronze für Deutschland

Die deutschen Florettfechter um Peking-Sieger Benjamin Kleibrink und den viermaligen Einzelweltmeister Peter Joppich haben am letzten Tag der olympischen Fecht-Wettbewerbe in London Bronze gewonnen. Im kleinen Finale gewannen sie gegen die USA mit 45:27. Zuvor hatten sie im Halbfinale unglücklich gegen Japan im sudden death mit 40:41 verloren. Nach Silber für Britta Heidemann war es die zweite Medaille für den Deutschen Fechterbund in London.

Alexander Massialas (L) und Sebastian Bachmann fechten gegeneinander (Bild: Lars Baron/Getty Images)

Sebastian Bachmann, rechts, punktet hier gegen Alexander Massialas

Knapp eine Medaille verpasst hat dagegen der Bahnradfahrer Roger Kluge. Bei der Olympia-Premiere des Bahnrad-Sechskampfes, dem sogenannten Omnium, fuhr er auf vier. Im Punktefahren hatte er sich in Medaillennähe gebracht, doch nach der abschließenden 1000 m-Verfolgung musste er Lasse Norman Hansen aus Dänemark, Bryan Coquard aus Frankreich und dem Briten Edward Clancy den Vortritt lassen.

Mikitenko kann nicht mithalten

Zweimal in ihrer erfolgreichen Karriere konnte die deutsche Marathonläuferin Irina Mikitenko den London-Marathon bereits gewinnen, bei der olympischen Ausgabe der längsten Laufdistanz war sie aber ohne Chance. Mikitenko lief lange Zeit in der Spitzengruppe mit, als die Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien aber nach rund 25 Kilometern das Tempo immer wieder verschärften, hatte sie nichts mehr zuzusetzen. Mit 3:37 Minuten Rückstand auf die äthiopische Olympiasiegerin Tiki Gelana belegte die 39-Jährige schließlich nur den 14. Platz.

Turnerin Berger Vierte im Sprung

Janine Berger hat alle verblüfft und die Bronzemedaille beim Sprung nur knapp verpasst. Zum Auftakt der Gerätefinals vor 15 000 Zuschauern turnte die 16-jährige Schülerin ihre beiden Sprünge nur mit kleineren Standfehlern sicher durch und ließ sogar die große Oksana Chusovitina hinter sich.
Die 37 Jahre alte Weltklasse-Turnerin verzichtete bei ihren sechsten Olympischen Spielen auf das letzte Risiko und turnte nicht den Tsukahara mit zwei Schrauben, der ihr in Peking noch die olympische Silbermedaille gebracht hatte. Im letzten Wettkampf ihrer Karriere landete sie auf dem fünften Platz. Der Sieg ging an die Rumänin Sandra Izbasa.

Blamage für die Springreiter

Für die deutschen Springreiter ist der Traum vom Olympiasieg geplatzt. Marcus Ehning, Janne-Friederike Meyer, Christian Ahlmann und Meredith Michaels-Beerbaum schieden nach dem ersten von zwei Umläufen im Grenwich Park mit 12 Fehlerpunkten vorzeitig aus. "Wir müssen es einfach akzeptieren, dass die anderen besser sind", sagte Bundestrainer Otto Becker enttäuscht.
Völlig überraschend führt zur Halbzeit die Equipe aus Saudi-Arabien, die sich nur einen Zeitfehler leistete.

Tischtennis-Männer im Halbfinale gegen China

Den deutschen Tischtennis-Herren fehlt nur noch ein Sieg zur erhofften Team-Medaille. Nach dem 3:0 gegen Österreich kommt es allerdings bereits in der Vorschlussrunde am Montag (05.08.2012) zum Kräftemessen mit Olympiasieger und Rekordweltmeister China. Bei einer Niederlage bliebe dem Trio Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger noch das Spiel um Bronze.

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