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Welt

Bürgermeister von Kandahar ermordet

Durch einen Selbstmordanschlag ist der Bürgermeister der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar getötet worden. Der Attentäter hatte den Sprengsatz unter seinem Turban versteckt.

Afghanische Sicherheitskräfte in Kandahar (Archivfoto vom 14. Juli: dpa)

Afghanische Sicherheitskräfte in Kandahar

Zwei Wochen nach der Ermordung des Halbbruders von Staatschef Hamid Karsai haben die radikal-islamischen Taliban am Mittwoch (27.07.2011) den Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Afghanistans ins Visier genommen. Auch zwei Kinder sollen bei dem Anschlag getötet worden sein.

Attentäter mischt sich unter Bürger

Nach Angaben der Polizei zündete der Attentäter die Bombe, als sich Bürgermeister Ghulam Haidar Hameedi im Innenhof des Rathauses mit Bewohnern Kandahars unterhielt. Der Täter mischte sich unter die Gruppe. Die Einwohner hatten sich über den Abriss ihrer Häuser beschwert, die nach Auffassung der Stadtverwaltung illegal errichtet worden waren.

Der 1947 geborene Hameedi lebte jahrelang in den USA. Erst 2006 kehrte er in seine Heimat zurück und übernahm das Bürgermeisteramt. 2009 überlebte er einen Anschlag auf sein Fahrzeug. 2010 wurden zwei seiner Stellvertreter erschossen.

Hochburg des Verbrechens

Präsident Karsai bei der Trauerzeremonie für seinen getöteten Halbbruder (Foto:AP)

Präsident Karsai bei der Trauerzeremonie für seinen getöteten Halbbruder

Kandahar ist die Hauptstadt der gleichnamigen Unruheprovinz im Süden Afghanistans. Sie gilt als Hochburg der Taliban und ist regelmäßig Schauplatz von Anschlägen.

Am 12. Juli war der einflussreiche Vorsitzende des Provinzrats und Präsidentenbruder Ahmad Wali Karsai in seinem Haus in der Stadt Kandahar von einem seiner Leibwächter erschossen worden.

Autorin: Susanne Eickenfonder (afp, rtr, dpa, ap)
Redaktion: Marion Linnenbrink

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