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Aktuell Amerika

Börsianer feiern Elektroautobauer Tesla trotz Millionenverlust

Der Elektroauto-Pionier Tesla verbrennt zwar weiter große Mengen Geld, aber die Anleger lieben das kalifornische Unternehmen trotzdem. Der Geschäftsausblick sorgt für Begeisterung.

Das Tesla-Elektroauto Model X

Das Tesla-Elektroauto Model X

Im vierten Quartal 2015 nahm der Verlust von Tesla überraschend um fast das Dreifache im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 320 Millionen Dollar zu, wie das Unternehmen von Milliardär Elon Musk mitteilte. Auch der Umsatz blieb mit einem Anstieg um 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar unter den Erwartungen.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr stieg Teslas Umsatz von 3,0 auf 3,7 Milliarden Dollar. Der Verlust weitete sich von 294 auf 889 Millionen Dollar aus. Trotzdem kamen die Zahlen bei Anlegern gut an. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie des Unternehmens, das auch Batteriespeicher herstellt, elf Prozent zu.

Tesla-Chef Musk (Foto: AFP/Getty Images)

Tesla-Chef Musk

Hohe Wachstumsziele

Grund für das Hoch ist der ambitionierte Ausblick Teslas auf das Geschäft in diesem Jahr. Im ersten Quartal sollen 16.000 Elektroautos ausgeliefert werden, im gesamten Geschäftsjahr sollen es mindestens 80.000 bis 90.000 werden. Das würde einem Wachstum von etwa 78 Prozent entsprechen.

Damit nicht genug - das chronisch defizitäre Unternehmen, das seit Gründung 2003 noch keinen Jahresgewinn geliefert hat, soll in diesem Jahr profitabel werden, wie Musk in einem Schreiben an die Aktionäre als Ziel vorgibt.

Niedriger Benzinpreis belastet

Allgemein leiden E-Autos unter dem niedrigen Ölpreis, der sich in günstigem Benzin an den Tanksäulen niederschlägt. Die Nachfrage nach verbrauchsarmen Alternativen wird dadurch gedämpft. Dieses Problem trifft Tesla zwar nicht so stark wie andere Anbieter, weil der Hersteller bislang nur Luxus-Modelle baut und nicht über mangelnde Kauflust reicher Kunden klagen kann. Doch perspektivisch könnte Billigsprit die geplante Offensive im Massenmarkt erschweren. Ob Musk also seine Ziele wirklich erreicht, bleibt abzuwarten.

wl/se (dpa, rtr)