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Wirtschaft

Börsenfusion trotz Brexit?

Brexit hin oder her: die Börsen von Frankfurt und London halten an ihren Fusionsplänen fest. Die Aktien beider Börsenbetreiber verlieren aber.

"Wir halten unverändert an den vereinbarten Bedingungen für den Zusammenschluss fest“, erklärten die beiden Unternehmen gleich am Freitagmorgen. Wegen des Brexit sei eine Verbindung zwischen Frankfurt und London sogar noch wichtiger, sagte der Aufsichtsratschef der Deutschen Börse Joachim Faber. "Wir sind davon überzeugt, dass der beabsichtigte Zusammenschluss von Deutscher Börse und London Stock Exchange LSE durch das Abstimmungsergebnis eine noch höhere Bedeutung für unsere Kunden bekommen hat."

Die beiden Börsenbetreiber wollen ein Gemeinschaftsunternehmen schmieden, das seinen rechtlichem Sitz in London hat. Das operative Geschäft soll wie bisher von Eschborn bei Frankfurt sowie London gesteuert werden.

Hoher Kursverlust

Deutsche Börse und LSE hatten ein Referendums-Komitee installiert, das nun über die Konsquenzen des Brexit für die Fusion beraten soll. Auch die Entscheidung für London als "alleinigem Sitz" der fusionierten Börse solle dabei noch mal überprüft werden, hatte Faber im Vorfeld des Referendums angekündigt.

Kritisch gesehen wird der Sitz in London unter anderem von der hessischen Börsenaufsicht, die den Zusammenschluss blockieren kann. Aus Sicht von Analysten steigt durch den Brexit die Gefahr, dass die Aufsichtsbehörden die Fusion verbieten. Deutsche-Börse-Aktien verloren am Freitag neunProzent, LSE-Papiere brachen um 14 Prozent ein.

ar/ul/bea (dpa / reu)

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