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Pressemitteilungen

Börsenexperte: EZB hat Nachholbedarf in Sachen Public Relation

Wolfgang Gerke, Professor für Bank- und Börsenwesen an der Universität Nürnberg-Erlangen, im Interview mit DW-TV

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe Nachholbedarf in Sachen Public Relation. "Sie muss den Märkten Führung geben. Sie darf nicht morgens sagen: ‚Wir senken die Zinsen nicht' und dann am Nachmittag die Zinsen senken." Das sagte Wolfgang Gerke, Professor für Bank- und Börsenwesen an der Universität Nürnberg-Erlangen, am 21. November 2001 in einem Interview mit DW-TV.
Angesichts der schlechten Stimmung und der stagnierenden Wirtschaft seien alle Seiten gefordert, "die Abwärtsspirale zu stoppen". Die derzeitigen Probleme seien allein mit dem Verweis auf den 11. September nicht zu erklären.
"Man kann nicht in wenigen Wochen durch Zinssenkungen große Effekte erwarten", deshalb werde nicht viel mehr konsumiert. Sie seien aber ein wichtiges psychologisches Signal, so Gerke. "Insofern hätte die EZB gut daran getan, die Zinsen sogar früher zu senken. Nur, Wunder dürfen wir von Zinssenkungen nicht erwarten. Den Börsen aber helfen sie."

21. November 2001
207/2001