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Wirtschaft

Börsendebüt von Hapag-Lloyd geglückt

Die Börse ist eröffnet, die Hamburger Container-Reederei kann durchatmen. Der erste Kurs hält sich über dem Ausgabepreis. Der Börsengang war ein mühsamer Weg.

Aufatmen bei Hapag-Lloyd: Die Aktien der viertgrößten Container-Reederei haben sich beim Börsendebüt knapp über dem Ausgabepreis von 20 Euro gehalten. Der erste Kurs an der Frankfurter Börse wurde am Freitag mit 20,05 Euro festgestellt. "Wir sind mit dem Interesse der Investoren und der Nachfrage nach unseren Aktien zufrieden", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen, der eine 200 Pfund schwere Schiffsglocke auf das Parkett mitbrachte. "Trotz eines herausfordernden Marktumfelds ist es uns gelungen, diesen bedeutenden Schritt erfolgreich zu absolvieren."

Hapag-Lloyd hatte den Sprung an die Börse nur mit Mühe geschafft: Ursprünglich war eine Preisspanne zwischen 23 und 29 Euro geplant. Im letzten Moment musste das urhanseatische Unternehmen den Börsengang verschieben und die Preisspanne auf 20 bis 22 Euro senken. Mit anderen Worten: Der Ausgabepreis liegt am untersten Ende der gesenkten Preisspanne. Das Emissionsvolumen lag bei 304 Millionen Euro, ein Fünftel der Aktien nahmen allein die beiden Großaktionäre, Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV, ab.

Vom größeren Rivalen Maersk, der die Investoren von Hapag-Lloyd mit einer Gewinnwarnung verunsichert hatte, kamen am Freitag erneut schlechte Nachrichten: Der Gewinn brach im dritten Quartal um fast die Hälfte auf 778 Millionen Dollar ein, lag damit aber im Rahmen der gedämpften Erwartungen.

zdh/wen (rtr)