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Wirtschaft

Börsenabsturz für Arcandor

Nachdem die CDU eine staatliche Bürgschaft für den angeschlagenen Handels- und Touristikkonzern Arcandor abgelehnt hat, büßte das Unternehmen ein Fünftel seines Börsenwerts ein.

Eingang des Karstadt-Kaufhauses in Düsseldorf (Foto: ap)

Zum Arcandor-Konzern gehört auch Karstadt

Ein Grund für den drastischen Kursturz am Montagmorgen (25.05.2009): Die Forderung nach Staatshilfe für den angeschlagenen Arcandor-Konzern und seine Kaufhaustochter Karstadt stößt bei der CDU auf Ablehnung. Das Problem müsse privatwirtschaftlich gelöst werden, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Laurenz Meyer, der "Berliner Zeitung" (Montagsausgabe).

Es habe schon vor der Krise eindeutig Managementfehler bei Arcandor gegeben. Dies seien "keine Dinge, die man auf die Steuerzahler abwälzen" könne. Wie die Zeitung aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, sollen bereits Waren an Lieferanten zurückgegangen sein, da das Geld für die Bezahlung fehle. Die Gehälter der Beschäftigten seien nur noch für Mai gesichert, schrieb das Blatt.

"Am 12. Juni ist Schluss"

Karl-Gerhard Eick, spricht am 20. April 2009 während einer Pressekonferenz des Handelskonzerns Arcandor in Düsseldorf (Foto: AP)

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick befürchtet baldiges Aus des Unternehmens (Archivbild)

Am Sonntag hatten Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick und der Chef der Unternehmenstochter Karstadt, Stefan Herzberg, auf staatliche Finanzhilfen gedrängt, um eine Pleite von Karstadt abzuwenden. "Ohne Bürgschaft ist für Karstadt am 12. Juni Schluss" sagte Eick der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS).

Lauter wurde aber auch die Kritik von Mitbewerbern im Handel. Wenn Arcandor und seine Kaufhaustochter Karstadt mit Steuergeld gerettet würden, sei dies ein Schlag ins Gesicht aller Unternehmer, die ordentlich gewirtschaftet haben, sagte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub der "Wirtschaftswoche". (je/mas/dpa/afp/rtr)

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