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Wirtschaft

Börsen unter Intel-Schock

Die deutschen Aktien haben zum Wochenschluss noch einmal deutliche Kursverluste verzeichnet, zeitweilig war beim DAX sogar die Unterstützungsmarke von 4500 Punkten in Gefahr.

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Doch in der zweiten Handelshälfte traten die ersten Schnäppchenjäger auf den Plan, so dass die Tagestiefs mehr als halbiert werden konnten. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 47 Punkte oder ein Prozent auf 4610 Zähler, während die Aktien am Neuen Markt 15 Zähler oder zwei Prozent auf 739 Punkte abgaben.

Der Auslöser für diesen Kursrutsch kam mal wieder aus den USA. Dort hatte der weltweit größte Chiphersteller Intel seine Umsatzprognosen wegen schwacher Nachfrage insbesondere in Europa gesenkt. Das löste einen Kursrutsch an der Nasdaq und in der Folge dann auch in Frankfurt aus, und auch die Nachricht, dass die Arbeitslosenquote in den USA stärker als erwartet auf 5,8 Prozent gesunken ist, brachte keine Entlastung. Unter den größten Verlierern ist Infineon, die mit Intel sozusagen in Sippenhaft genommen wurden, das Minus bei Infineon beträgt knapp fünf Prozent.

Aber auch sonst ist die Liste der Verlierer im DAX lang und prominent, Epcos verlieren 4,9 Prozent, Deutsche Post 3,2 und Deutsche Bank 3,1 Prozent. Die Aktie der Deutschen Telekom konnte nach ihrem neuen Rekordtief von 10,06 Euro die Verluste wieder begrenzen, das Minus betrug zum Schluss nur noch 1,5 Prozent.

Eine Woche nach ihrer wichtigsten Tochter hat am Freitag auch die Muttergesellschaft Cargolifter AG Insolvenz beantragt. Trotz mehrmonatiger Suche sei es nicht gelungen, neue Geldgeber für das Vorhaben zu finden, teilte das Unternehmen mit. Nach dem Insolvenzantrag wurde der Handel mit der Cargolifter-Aktie an der Frankfurter Börse zeitweise ausgesetzt. Nach Wiederaufnahme sank ihr Wert um über 21 Prozent auf 66 europäische Cent.

Am Rentenmarkt ist der REX infolge der schwachen Aktien gestiegen, und zwar um 0,28 Prozent auf 111,9 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,16 Prozent auf 106,16, und die Umlaufrendite sank um sechs Stellen auf 4,96 Prozent.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

Adidas 84,20 +0,58
Allianz 225,70 -2,16
BASF 46,50 -0,57
Bayer 34,20 +0,57
BayHyp. 35,55 -0,70
BMW 44,25 -0,59
Commerzb. 17,65 -0,19
DaimlerChrysler 50,28 -1,20
Degussa 35,71 -0,16
Deutsche Bank 72,90 -2,30
Deutsche Post 14,93 -0,49
Telekom 10,48 -0,16
Epcos 28,29 -1,95
E.On 54,80 -0,40
Fresenius 55,28 +0,83
Henkel 74,35 -0,70
Infieneon 16,46 -0,86
Linde 53,00 -0,42
Lufthansa 14,64 -0,16
MAN 23,35 -0,06
Metro 34,25 -0,05
MLP 338,50 -0,50
Münchener Rück 240,95 +3,98
Preussag 27,30 +0,98
RWE 39,39 -0,89
SAP 111,45 +0,60
Schering 60,70 -0,90
Siemens 63,20 -1,18
ThyssenKrupp 17,12 -0,27
VW 55,30 -0,77

Die Kurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Freitag

0,94 52 amerikanische Dollar oder
0,64 65 britische Pfund oder
1, 47 10 schweizer Franken oder
117, 56 japanische Yen