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Aktuell Amerika

Börsen steigen nach US-Arbeitsmarktbericht

Starke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben an den Börsen zu steigenden Kursen geführt. Besonders Banktitel profitierten von dem guten Arbeitsmarktbericht der Regierung, aber auch Waffenaktien legten deutlich zu.

Im Juni entstanden in den USA 287.000 neue Jobs, so viele wie seit acht Monaten nicht mehr. Ökonomen hatten nur mit 175.000 gerechnet. Der Arbeitsmarkt hatte zuvor zwei Monate geschwächelt, was Zweifel an den Perspektiven für die US-Konjunktur aufkommen ließ.

Nun sind die Händler an der Wall Street wieder optimistischer und erwarten wegen der Turbulenzen im Zuge des britischen Votums für einen EU-Austritt auch keine baldige Zinserhöhung in den USA. Es zeige sich, dass die US-Wirtschaft ziemlich robust in die Brexit-Abstimmung gegangen sei. Es gebe Gründe zu glauben, dass die US-Notenbank Fed erst im Dezember die nächste Zinserhöhung anpeilen könne, sagte ein Banker der US-Großbank Wells Fargo.

Ein solcher Schritt würde zeigen, dass die Zentralbank an einen anhaltenden Aufschwung glaubt. Händler taxieren die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung im Dezember derzeit auf rund 23 Prozent. Die Fed hatte den Schlüsselsatz für die Versorgung der Banken mit Geld zuletzt im Dezember 2015 erhöht - erstmals seit fast zehn Jahren. Aktuell machen sich viele Notenbanken aber wegen des Brexit Sorgen um die Konjunktur.

Nachfrage nach Bankaktien

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten schloss am Freitag 1,4 Prozent höher - bei 18.147 Punkten, dem höchsten Schlussstand in diesem Jahr. Die Steigerung an den US-Börsen drückte sich auch bei den europäischen Handeslplätzen aus. Der Dax schloss in Frankfurt 2,2 Prozent fester, bei 9630 Punkten. Sein europäisches Pendant EuroStoxx50 gewann 2,1 Prozent auf 2838 Zähler. An der Wall Street profitierten vor allem Banken vom guten Arbeitsmarktbericht der Regierung. So kletterten die Aktien von JP Morgan, Wells Fargo und der Bank of America zwischen 1,2 Prozent und 2,1 Prozent.

Waffentitel gesucht

Im Zuge der Gewaltwelle in den USA und der damit verbundenden Diskussion um schärfere Waffengesetze und den Selbstschutz profitierten auch Titel der Waffenindustrie. Wegen der möglichen Verschärfung der Gesetze werden in den USA oft direkt nach Amokläufen und Schießereien besonders viele Waffen gekauft. Gefragt waren hier die Aktien von Waffen-Herstellern wie Smith & Wesson und Sturm Ruger. Sie verteuerten sich um knapp drei beziehungsweise fast fünf Prozent.

cgn/gri (afpe, rtr)