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Wirtschaft

Börsen belohnen Netflix

Weltweite Expansion wird belohnt - jedenfalls für Netflix. Der US-Streamingdienst hat die Zahl seiner Abonnenten rasant in die Höhe getrieben und den Umsatz um fast ein Viertel gesteigert. Die Börsen sind zufrieden.

Nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen legte die Netflix-Aktie nachbörslich um acht Prozent zu: Das Unternehmen aus Kalifornien teilte per Brief mit, der Umsatz sei im letzten Quartal um fast 23 Prozent auf jetzt 1,66 Milliarden Euro gewachsen. In dieser Zeit kam Netflix auf knapp 40 Millionen Euro Gewinn. Netflix wurde unter anderem durch Serien wie "House of Cards" bekannt.

Vor wenigen Tagen hatten Zahlen zur Expansion des Streamingdienstes Aufsehen erregt. In mehr als 130 neuen Ländern weltweit startete Neflix in der letzten Zeit gleichzeitig. Damit zählte Netflix Ende Dezember 74,8 Millionen Abonnenten. Die Reaktion an den Börsen zeigt, dass das aggressive Wachstum die Erwartungen von Analysten übersteigt. Netflix ist mit einer Ausnahme nun praktisch auf allen wichtigen Märkten präsent. Nur im Riesenmarkt China suche man noch nach einem passenden Partner, hieß es bei Netflix.

Emmy Nominierungen 2014 House of Cards

Netflix-Erfolgsserie: House of Cards

Programm auch aus Deutschland

Zwar hat der Streamingdienst die meisten Kunden noch in den USA. Für das laufende Quartal rechnet Netflix mit mehr als sechs Millionen neuen Abonnenten, von denen die Mehrheit nun außerhalb der USA gewonnen werden soll. "Wir können aber nicht französischer sein als etwa der französische Canal+", sagte Neflix-Gründer und Chef Reed Hastings unlängst bei einer Konferenz in München. "Die lokalen TV-Sender werden weiterhin regionale Inhalte anbieten.“

Aus Deutschland will der Online-Videodienst noch in diesem Jahr eine erste TV-Serie ins Programm nehmen. "Wir sehen uns nach einer Sendung um, haben aber noch nicht das Richtige gefunden“, so Hastings. "Früher ging es darum, Hollywood-Produktionen in die Welt zu bringen. Jetzt werden wir in verschiedenen Ländern drehen - und dann global senden", sagte der Netflix-Chef. In Europa filmen die Amerikaner bisher eine Krimi-Serie mit dem Titel "Marseille" in Frankreich. "Für dieses Jahr sind fünf Milliarden Dollar für Einkauf und Produktion von Sendungen vorgesehen", so Hastings. Mit der Zeit solle der Betrag weiter steigen.

ar/zdh (rtr, dpa)

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